Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Ätzende Chemikalie Großeinsatz in Stuhr: Explosionsgefahr in Spedition

Von dpa | 12.02.2016, 07:48 Uhr

Bedrohlich ausgebeulte und unter Druck stehende Chemikalienbehälter haben im Stuhrer Ortsteil Brinkum im Landkreis Diepholz am Donnerstagabend einen Großeinsatz der Feuerwehr verursacht.

Den Mitarbeitern einer Spedition sei beim Umladen gegen 19.40 Uhr aufgefallen, dass die Behälter mit der ätzenden und feuergefährlichen Chemikalie Trimethylchlorsilan zu platzen drohten, teilte der Kreisfeuerwehrverband Diepholz am Freitag mit. Die Feuerwehr rückte zu dem Einsatz am Donnerstagabend mit 150 Helfern an. Einsatzkräfte in Chemikalienschutzanzügen überprüften die Behälter, ließen den Druck ab und verluden sie in ein offenes Edelstahlfass. Eine Spezialfirma sollte die Behälter entsorgen. Verletzt wurde niemand.

Explosionsgefahr bei Reaktion mit Luft

Die Chemikalie, ein Rohstoff zur Herstellung etwa von Siliciumcarbid, kann nach Angaben eines Feuerwehrsprechers zusammen mit Luft ein ätzendes und explosionsfähiges Gemisch bilden. Daher sei die Kanalisation auf dem Speditionsgelände vorsorglich abgedichtet worden. Die Polizei warnte Anwohner eines nahen Wohngebietes. Die Menschen sollten die Fenster und Türen ihrer Häuser sicherheitshalber geschlossen halten.

Ursache bislang unklar

Unklar blieb zunächst, wie es zu der Reaktion gekommen war, die die Behälter unter Druck setzte. Die gefährliche Flüssigkeit trat nach Angaben der Feuerwehr nicht aus. Es wurde niemand verletzt.