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Altmodisch? Im Gegenteil! Akkordeonfestival auf Gut Varrel fesselt Besucher

Von Kristina Roispich | 06.05.2017, 19:01 Uhr

Nicht eins, nicht zwei – gleich fünf Akkordeons unterhielten die Besucher der fast ausverkauften Akkordeonale auf dem Gut Ein kurzweiliger Abend nicht nur für die, die Akkordeonmusik mögen.

Ob gemeinsam oder solo, arrangierte oder selbst komponierte Stücke – Die Musik auf dem doch eher altmodischen Instrument beim Internationalen Akkordeonfestival wirkte sehr modern. Das Besondere: Das Akkordeon erlaubt es, mehrtönig zu spielen. Und so boten die Musiker, jeder mit einer anderen Art von Akkordeon, Lieder mit vollen Klängen und einer umfangreichen Dynamik.

Begleitet wurden die Fünf vom schottischen Duo „Twelfth Day“ auf Geige (Catriona Price) und Harfe (Esther Swift). Der Klang der fünf Akkordeons gemeinsam mit den Begleitinstrumenten wirkte harmonisch und keinesfalls überladen.

Geprägt von Kultur

Jeder der Akkordeonspieler hatte seinen eigenen Stil, geprägt von dem Land, aus dem er stammt. So hörte man von Nirinambinintsoa Rakotovao, genannt Rinah, aus Madagaskar beschwingte, rhythmische Stücke unter anderem mit Gesang in seiner Landessprache.

Der deutsche Stefan Straubinger gab typisch bayrische Klänge zum besten und Laurent Derache, temperamentvoller Franzose, verpackte die Akkordeonmusik lebhaft in ein Jazzgewand. Alevtina Nikitina aus Russland bannte mit unter anderem traditionell russischer Musik die Zuhörer, die von ihrer Fingerfertigkeit bei schnelleren Stücken so fasziniert waren, dass es ihnen am Ende Jubelrufe entlockte.

Viel Herzblut

Der Niederländer Servais Haanen führte die Besucher mit kleinen Geschichten zu den Musikern oder den Liedern durch das Programm – jede zum Schmunzeln. Er selbst überzeugte auf dem Akkordeon mit feinen Klängen.

Die Besucher lauschten der Musik ganz gespannt und waren gefesselt von dem Herzblut, das die Musiker in ihre Stücke steckten. Und das honorierten sie nach jedem Stück mit viel Applaus.