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Aus für „A Heart for Stuhr“ Sommerfestival auf Gut Varrel ist Geschichte

Von Dirk Hamm | 21.12.2015, 19:07 Uhr

Der Verein „A Heart for Stuhr“ wird zum Jahresende aufgelöst. Damit wird es nach dem Tod von Helmut Frank das Sommerfestival in Varrel nicht mehr geben.

Carl Carlton, Julia Neigel, Inga Rumpf, Ray Wilson, Edo Zanki, David Knopfler – die Liste der Rock- und Soul-Hochkaräter, die die Sommerfestivals auf Gut Varrel zu bieten hatten, ist eindrucksvoll. Das ist nun Geschichte: Im kommenden Jahr wird es das dreitägige Spektakel nicht mehr geben. Denn der ausrichtende Verein „A Heart for Stuhr“ wird zum Jahresende aufgelöst, wie der stellvertretende Vorsitzende Axel Freuer auf Nachfrage bestätigte.

Verein war völlig auf Helmut Frank zugeschnitten

Freuer hatte nach dem Tod des Vereinsgründers Helmut Frank im vergangenen August die Geschäfte weitergeführt. „‚A Heart for Stuhr’ war völlig auf Helmut zugeschnitten, es gibt keinen Ersatz für ihn“, begründete Freuer die Abwicklung des Vereins. Helmut Frank hatte mit den von ihm organisierten Konzerten nicht nur namhafte Künstler nach Stuhr geholt, sondern auch soziale Zwecke unterstützt: Ein Teil des Kartenpreises wurde stets an lokale Vereine gespendet.

Frank, der mit der Acos Group ein großes Transportunternehmen führte, hatte das finanzielle Risiko der „A Heart for Stuhr“-Veranstaltungen getragen und eigenes Geld zugeschossen. „Dazu ist sonst keiner bereit“, sagte Freuer. Zugleich versicherte er, dass die aus den Kartenverkaufen dieses Jahres erlösten Spendenbeträge noch wie geplant an zwei Vereine ausgeschüttet werden.

Gemeinde fehlen Kontakte für vergleichbare Rockkonzerte

Stuhrs Bürgermeister Niels Thomsen bedauerte das Aus für „A Heart for Stuhr“: „Damit geht eine bestimmte Farbe im Stuhrer Kulturangebot verloren. Das Sommerfestival hatte auch aufgrund der Gemeinnützigkeit eine Bedeutung.“ Die Gemeinde, so Thomsen, sei nicht in der Lage, eine vergleichbare Veranstaltung auf die Beine zu stellen: „Uns fehlen die Kontakte, die Helmut Frank hatte.“ Dennoch soll das Rock-Genre bei der Planung der Kulturangebote der Gemeinde nicht vernachlässigt werden.