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Bauarbeiten auf drei Kilometern Bundesstraße 6 in Stuhr wird halbseitig gesperrt

Von Dirk Hamm | 07.03.2016, 17:54 Uhr

Wegen Bauarbeiten auf der B6 an der Grenze zu Weyhe wird der Verkehr teils über Stuhr umgeleitet. Der geplante Ausbau der B51 südlich von Stuhr soll nicht mit mehr Verkehr einhergehen.

Vor den Toren Stuhrs rücken demnächst die Bagger an: Die Bremer Straße (B6) wird ab Montag, 14. März, zwischen dem Anschluss an die Bundesstraße 51 in Weyhe-Erichshof und Weyhe-Melchiorshausen saniert. Die Maßnahme hat über die ausgeschilderte Umleitung auch direkte Auswirkungen auf den Verkehr in Teilen Stuhrs.

Nach Angaben der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Nienburg, wird die Fahrbahndecke auf rund drei Kilometern erneuert. Die Arbeiten können voraussichtlich am 8. April abgeschlossen werden, falls es nicht zu witterungsbedingten Verzögerungen kommt. Vorgesehen sind zwei Bauabschnitte, in denen die Straße jeweils halbseitig gesperrt wird. Der Bauablauf ist so geplant, dass die Bundesstraße über die Osterfeiertage in beide Fahrtrichtungen befahrbar sein wird.

In Richtung Bremen keine Umleitung

Im ersten Bauabschnitt wird die Fahrbahn zwischen Melchiorshausen und der Kreuzung B6/Delmenhorster Straße (B322)/Angelser Straße (L335) erneuert. Im Zuge der Arbeiten wird laut Straßenbaubehörde auch der gesamte Kreuzungsbereich gesperrt. Der Verkehr in Fahrtrichtung Syke wird über die B51 und die Ristedter Straße wieder zur B6 geführt.

Im zweiten Bauabschnitt erstrecken sich die Arbeiten ab der Kreuzung in Richtung Norden bis zur B51 in Erichshof. In diesem Zeitraum müssen die Verkehrsteilnehmer, die in Richtung Süden unterwegs sind, den Umweg über die B51 und die B322 nehmen. In Fahrtrichtung Bremen wird der Verkehr über die gesamte Bauzeit auf der B6 an der Baustelle vorbeigeführt. Die Anliegergrundstücke und die Bushaltestellen sind innerhalb dieser Zeit für wenige Tage nicht erreichbar.

B51 soll von zwei auf drei Fahrstreifen ausgebaut werden

Derweil wirft im Süden von Stuhr der von derselben Behörde geplante Ausbau der B51 von zwei auf drei Fahrstreifen zwischen Fahrenhorst und Bassum seinen Schatten voraus. Zwar ist kürzlich die von der Stuhrer Grünen-Fraktion beantragte Vorstellung der Pläne in der Ratssitzung aus Krankheitsgründen verschoben worden. Auf dk-Nachfrage erklärte Dietmar Thomsik, Fachbereichsleiter für Planung in der Landesstraßenbaubehörde in Nienburg, aber, dass der Ausbau in einer 2+1-Verkehrsführung, also mit wechselnden Überholspuren, erfolgen soll.

Ziel ist Erhöhung der Verkehrssicherheit

Der Streckenabschnitt werde sich nicht, wie von den Grünen befürchtet, in eine Schnellstraße verwandeln und es sei nicht mit einem erhöhten Aufkommen von Autos und Lastwagen zu rechnen. Eine Mauterhebung ist nicht vorgesehen, da kein vierspuriges Profil gegeben sei und der Anschluss an die Autobahn fehle. Mit dem Ausbau solle der „Überholdruck“, der zu einer Häufung von Baumunfällen geführt habe, weggenommen und die Verkehrssicherheit erhöht werden. Das Projekt befindet sich noch in der Entwurfsphase, vor 2018 ist laut Thomsik nicht mit dem Baubeginn zu rechnen.