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Borrmannplus seit 2008 am Ort Stretchfolie aus Stuhr sichert deutschlandweit Transporte

Von Dirk Hamm | 06.06.2018, 12:19 Uhr

Stuhr Der Spezialist für innovative Transportfolien kommt aus der Gemeinde Stuhr: Die Firma Borrmannplus strebt nach ressourcenschonenden Produkten.

Sie sind unverzichtbar, wenn es gilt, größere Warenmengen auf Paletten zu transportieren: Dann kommen die Rollen mit Stretchfolie zum Einsatz, mit der die Lieferung umwickelt und für den Transportweg gesichert wird. Folie ist allerdings nicht gleich Folie, und die jüngste Innovation in diesem Segment der Verpackungsbranche wird von Stuhr aus vertrieben.

Die Firma „Borrmannplus Verpackungen“ hat in diesem Jahr das Produkt XF-Film Ökoplus auf den Markt gebracht, eine extrem dünne Stretchfolie. Ihre besonderen mechanischen Eigenschaften erlauben eine kraftsparendere Anwendung, und dank patentierter verstärkter Kante ist die Folie belastbarer beim Warentransport, als die bisherigen Varianten, wie Produktmanager David Schulz erläutert.

13.000 Tonnen Stretchfolie pro Jahr

Zwar wird am Firmensitz an der Werner-von-Siemens-Straße im Gewerbegebiet Stuhrbaum nicht selbst produziert, dennoch „verstehen wir uns weniger als Händler, sondern als Systemanbieter“, erklärt Schulz. Neben der Belieferung von Kunden in ganz Deutschland – die Mindestabnahmemenge ist dabei eine Palette Verpackungsmaterial – gehört auch der Vertrieb von Verpackungsmaschinen von der Stretchanlage über den Kartonaufrichter bis zur Etikettiermaschine zu den Geschäftsbereichen von Bormannplus.

Allein mehr als 13.000 Tonnen Stretchfolie werden pro Jahr an die Großkunden etwa aus der Lebensmittelindustrie geliefert – damit gehört Borrmannplus mit 30 Mitarbeitern und derzeit drei Auszubildenden laut Firmenchef Detlef Borrmann zu den Top drei der Branche in Deutschland. Borrmann führt das von ihm 2003 gegründete Unternehmen zusammen mit Mitgesellschafterin Sabine Heusmann. 2008 erfolgte der Umzug von Weyhe nach Stuhr.

Stärke von fünf tausendstel Millimeter

Großen Wert legt Borrmannplus nach Darstellung der Führungsriege auf eine Unternehmensphilosophie, in der auch der ökologische Gedanke und die eingehende Beratung der Kunden im Hinblick auf möglichst geringen Ressourcenverbrauch eine wichtige Rolle spielt.

David Schulz zeigt das anhand der zusammen mit dem Hersteller entwickelten neuesten Foliengeneration auf, die nur noch eine Stärke von fünf tausendstel Millimeter aufweist, gegenüber 17 tausendstel Millimetern beim bisherigen Standardprodukt: Statt 300 Metern Folie lassen sich nun bei gleichem Gewicht 1000 Meter auf einer Rolle unterbringen, beim Herstellungsprozess werden so 66 Prozent der CO2-Emmissionen eingespart, zudem die Zahl der benötigten Pappkerne für die Rollen deutlich reduziert.

Kundenbindung statt Profitorientierung

Steigt der Kunde nach der Beratung auf dieses Produkt um, schneide man sich als Lieferant wegen der geringeren Abnahmemengen kurzfristig sogar ins eigene Fleisch, sagt Detlef Borrmann. Dem stehe aber die stärkere Kundenbindung und der Umweltgedanke positiv gegenüber.