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Breitbandausbau in Stuhr Betriebe noch zögerlich bei Glasfaseranschluss

Von Dirk Hamm | 02.03.2017, 18:06 Uhr

Noch bis Ende März haben die Firmen in den Stuhrer Gewerbegebieten Zeit, ihr Interesse an einem Anschluss an die entlang der A1 verlaufende Glasfasertrasse zu bekunden. Die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser bietet den Betrieben an, die Glasfaserleitungen direkt bis ins Gebäude zu legen. Damit würde eine im Vergleich zur bestehenden Infrastruktur mit Kupferkabeln deutlich schnellere Datenübertragung von mindestens 200 Megabit pro Sekunde möglich.

Auf vier Unternehmerfrühstücken und in Einzelgesprächen hatte der Anbieter die potenziellen Firmenkunden in der Gemeinde Stuhr über sein Ausbauvorhaben informiert. Nach Angaben des Breitbandversorgers haben bislang 22 Prozent der angesprochenen Betriebe einen Vertrag über einen Anschluss abgeschlossen. Damit ist die von der Deutschen Glasfaser ausgegebene Zielmarke von 40 Prozent noch nicht erreicht.

Kooperationsvertrag mit der Gemeinde Stuhr geschlossen

Diese Quote muss laut Vertriebsmitarbeiter Jacek Sierczak erfüllt werden, damit sich die geplante Investitionssumme von rund zwei Millionen Euro für das Unternehmen rentiert. Sollte es nicht zum Netzausbau kommen, sind die bereits geschlossenen Verträge hinfällig.

Allerdings ist man bei der Unternehmensgruppe zuversichtlich, das 40-Prozent-Ziel zu erreichen. Nach Angaben von Vertriebsleiter Marcus Klein ist intern bereits mit der Bauplanung begonnen worden. Mit der Gemeinde Stuhr ist zudem ein Kooperationsvertrag geschlossen worden. Darin sind dem Stuhrer Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier zufolge organisatorische und technische Details geregelt, um „eine gute Arbeitsgrundlage für beide Seiten“ zu schaffen.

Einmalig 500 Euro für den Anschluss

Ebenso wie ein leistungsfähiges Straßennetz sei die Breitbanderschließung als Standortfaktor für Stuhr „von elementarer Bedeutung“, so Wimmelmeier. Allerdings sei das Thema Glasfaser noch nicht jedem Geschäftsführer ausreichend präsent.

Zahlreiche Betriebe zögerten wegen der Kosten noch mit einem Vertragsabschluss, erklärt Jacek Sierczak. Für den Glasfaseranschluss fielen einmalig 500 Euro an, die monatlichen Gebühren lägen zwischen 250 und 1000 Euro. Somit würden einige Firmen bei verbesserter Leistung weniger als bisher zahlen.