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Bremer Flughafenchef in Moordeich Akzeptanz des Flughafens bei den Stuhrern gestiegen

Von Dirk Hamm | 17.11.2015, 18:06 Uhr

Die Stuhrer haben sich an den großen Flughafen vor der Haustür gewöhnt – dies wurde beim Besuch des Flughafenchefs in Moordeich deutlich.

Direkt vor Stuhrs Haustür liegt ein internationaler Flughafen – und ein Motor für die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Nordwestregion, wie Flughafenchef Jürgen Bula betont. Der Geschäftsführer der Flughafen Bremen GmbH war am Montag Ehrengast der jährlichen öffentlichen Abendveranstaltung der Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen (ISU) im Gasthaus Nobel.

Untertunnelung gewünschte Variante für Lückenschluss der A281

In der Fragerunde nach dem Vortrag auf den geplanten Lückenschluss der Autobahn A281 zwischen Flughafen und Autobahnzubringer Arsten angesprochen, ließ Bula keinen Zweifel an seiner Präferenz: „Für uns gibt es nur eine Variante: die Untertunnelung des Flughafens.“ Eine Trassenführung um den Flughafen herum lehnt Bula strikt ab. Denn diese sei mit einer flächenmäßigen Beschneidung des Airports verbunden – „ein Novum für einen internationalen Flughafen“.

Dass auf dem Bremer Flughafen offiziell kein Nachtflugverbot gilt, wie Jürgen Bula auf die Frage eines Zuhörers hin erklärte, war nicht jedem bewusst. Allerdings seien Flugbewegungen nach 22.30 Uhr nur per Ausnahmegenehmigung möglich. Gleichzeitig unterliege der Flughafen einer 24-stündigen Betriebspflicht: „Das kneift uns. Wir müssen die Feuerwehr rund um die Uhr vorhalten.“

„Ich weiß, wir muten Stuhr viel zu“

Nach Angaben Bulas führen zwei Drittel der Abflugkorridore über Stuhrer Gebiet: „Ich weiß, wir muten Stuhr viel zu.“ Dennoch ist nach Beobachtung von ISU-Mitglied Herbert Schwede die Akzeptanz des Airports bei den Stuhrern in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, noch vor einigen Jahren seien bei einer ähnlichen Informationsveranstaltung anders als am Montag zahlreiche Klagen über den Fluglärm laut geworden.