Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

CDU fordert Standortkonzept Flächen fürs Gewerbe in Stuhr werden immer knapper

Von Dirk Hamm | 06.11.2018, 09:17 Uhr

Es wird für die Gemeinde Stuhr immer schwerer, an- oder umsiedlungswilligen Firmen geeignete Grundstücke anzubieten. Nach dem Willen der CDU soll ein Standortkonzept erarbeitet werden.

Die Nachfrage nach Gewerbeflächen in Gemeinde Stuhr ist ungebrochen hoch. Nur: Das Angebot verfügbarer Flächen für Unternehmen schmilzt dahin wie die Butter in der Sonne. Die Stuhrer Christdemokraten mahnen deshalb ein Konzept der Gemeinde an, um neue Grundstücke sowohl für ansiedlungswillige Firmen von außerhalb als auch Unternehmen, die innerhalb der Gemeinde umziehen wollen, ausweisen zu können. „Nach dem Vorbild der AG ‚Zukunftskonzept Kindertagesstätten‘ wird temporär eine Arbeitsgruppe ‚Standortkonzept für gewerbliche Bauflächen‘ eingerichtet“, lautet der Antrag der CDU.

Kaum Leerstände vorhanden

Fraktionschef Frank Schröder beruft sich in der Begründung auf eine ernüchternde Bestandsaufnahme, die die Stabsstelle Wirtschaftsförderung auf CDU-Anfrage vorgelegt habe. Demnach verfüge die Gemeinde Stuhr „über keine Flächen zur Ansiedlung von Gewerbe“. Außerdem sei Leerstand so gut wie nicht vorhanden.

Stuhrs Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier bestätigte auf dk-Nachfrage, dass es immer schwieriger werde, die anhaltend starke Nachfrage nach Gewerbeflächen zu bedienen. In den vergangenen Monaten seien weitere Grundstücke verkauft worden. „Die Situation hat sich weiter zugespitzt“, sagte Wimmelmeier.

Auf der Suche nach kreativen Ideen

Laut dem Wirtschaftsförderer befinden sich derzeit zwei Gewerbegebiete in der Entwicklung, rechtskräftige Bebauungspläne liegen aber nicht vor. Am Birkenweg in Groß Mackenstedt geht es um eine 2,3 Hektar große Fläche, in Seckenhausen würden 0,9 Hektar zusätzlich zur Verfügung stehen. Das grundsätzliche Problem würde damit aber nicht behoben, machte Wimmelmeier deutlich: „Das sind kleinere Flächen, die uns mittel- und langfristig nicht weiterhelfen.“

Die CDU erhofft sich von der geforderten Arbeitsgruppe konkrete Vorschläge, wie der Engpass bei den Gewerbeflächen gemindert werden kann. „Kreative Ideen“ braucht es laut Wimmelmeier. Die Verdichtung bestehender Flächen könne ebenso ein Mittel sein wie die Revitalisierung nicht erschöpfend genutzter Grundstücke.