Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

CDU stellt Baubeginn infrage Kontroverse im Rat um Funsportanlage in Brinkum

Von Dirk Hamm | 24.06.2016, 21:51 Uhr

Die Stuhrer CDU hat den Startschuss für die geplante Funsportanlage am Brunnenweg in Brinkum infrage gestellt. Während der jüngsten Ratssitzung haben die Christdemokraten beantragt, den anstehenden Beschluss über den ersten Bauabschnitt zu verschieben.

Außerdem brachte die CDU einen Prüfauftrag an die Verwaltung ins Spiel, um Förder- und Sponsorengelder zur Finanzierung des mit 413000 Euro veranschlagten Vorhabens mit heranzuziehen. Der Antrag wurde mit 18 zu 15 Stimmen abgelehnt.

Grundsätzlich weiter für das Projekt Funsportanlage

Ratsherr Finn Kortkamp begründete den Antrag mit der eingetrübten Finanzlage der Gemeinde Stuhr. „Wir haben gerade erst Steuern und Gebühren deutlich erhöht. Wir müssen künftig bei freiwilligen Leistungen ganz genau hinschauen“, sagte Kortkamp. Die CDU sei grundsätzlich aber weiterhin für das Projekt, bei dem Jugendliche in einer Zukunftswerkstatt ihre Ideen für die Gestaltung der Freizeitsportanlage eingebracht haben.

CDU: Hohe Standards auf den Prüfstand

Bereits in den Haushaltsberatungen im Frühjahr hatte die Stuhrer CDU gefordert, bei Investitionen in den weiteren Ausbau der Infrastruktur die bisherigen hohen „Stuhrer Standards“ auf den Prüfstand zu stellen. Für den Bau der Funsportanlage sind in diesem Jahr 150000 Euro im Haushalt vorgesehen. Die weiteren Bauabschnitte sind in den kommenden beiden Jahren dann mit 165000 beziehungsweise 98000 Euro veranschlagt.

Ratsmehrheit stimmt gegen Verschiebung des Baubeginns

Die anderen Fraktionen zeigten im Rat keine Bereitschaft, den Beginn der Umsetzung des Bauprojekts zu verzögern. „Wir sollten Wort halten bei den Jugendlichen“, meinte etwa SPD-Fraktionschefin Susanne Cohrs. Der Rat stimmte schließlich bei Enthaltung der CDU-Ratsmitglieder dafür, wie geplant in diesem Jahr mit der Baumaßnahme zu beginnen.