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Diskussion um Rettungsstandort Notfälle im Westen Stuhrs warten zu lange

Von Dirk Hamm | 13.12.2016, 19:34 Uhr

In Groß Mackenstedt oder Alt-Stuhr könnte in Zukunft eine Rettungswache mit einem Rettungswagen eingerichtet werden – jedenfalls, wenn es nach den Vorstellungen der Stuhrer Grünen geht.

Die grüne Ratsfraktion hat jetzt einen entsprechenden Antrag zur Beschlussfassung im Rat vorgelegt. Die Fraktion reagiert auf eine aus ihrer Sicht „kritische Situation im Rettungsdienst“ für den ländlichen Westen der Gemeinde. Besorgte Einwohner vor allem aus Varrel hätten mehrfach beklagt, zu lange auf den Rettungswagen aus Brinkum warten zu müssen, sagt Grünen-Fraktionschefin Kristine Helmerichs.

Rettungswagen in Brinkum bisher vorläufig vorgehalten

In dem Antrag wird die Gemeindeverwaltung aufgefordert, „die Planung und den Bau einer Rettungswache in den westlicheren Teilen von Stuhr“ zu prüfen. Nach Ansicht Helmerichs eignen sich die bestehenden Feuerwehrhäuser am Rathaus und in Groß Mackenstedt als Standorte, an die eine eigenständige Rettungswache mit einem Einsatzfahrzeug angedockt werden könne.

Seit 2012 ist ein Rettungswagen aus der vom DRK betriebenen Rettungswache in Weyhe-Leeste auf vorläufiger Basis an der Bahnhofstraße in Brinkum stationiert. „Das ist sicher eine gute Übergangslösung, aber eine dauerhafte Rettungswache sollte weiter westlich in Stuhr untergebracht sein“, fordert Helmerichs.

Grüne fordern weiter westlich gelegenen Standort

Mit der Rettungsversorgung in Stuhr hat sich kürzlich die Kreispolitik in Diepholz befasst. Der Ausschuss für Feuerschutz, Verkehr und Sicherheit des Kreistags sprach sich dafür aus, die kreiseigene Rettungsdienst Landkreis Diepholz GmbH zu beauftragen, „die Umsetzung des Bedarfsplans Rettungsdienst in Stuhr-Brinkum in Form einer eigenständigen Rettungswache durchzuführen“.

Aus dem vorläufigen Rettungsstandort Brinkum soll ab dem 1. Juli 2017 ein dauerhafter werden. Das reicht den Grünen nicht, Brinkum sei für die westlichen Ortsteile zu weit weg für die schnelle Hilfe im Notfall, so Helmerichs.