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Drei Camper erleiden Verbrennungen Feuerwehr mahnt zur Vorsicht bei Tischkaminen

Von Dirk Hamm | 17.08.2015, 20:26 Uhr

Beim Nachfüllen eines heißen Tischkamins hat ein Camper am Steller See eine heftige Verpuffung ausgelöst. Die Feuerwehr mahnt zur Vorsicht bei der Bedienung.

Bei einem Unfall mit einem Tischkamin sind Samstagnacht drei Camper auf dem Gelände des Familienparks am Steller See teils schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei kam es gegen 23.20 Uhr zu einer explosionsartigen Verpuffung, als ein 51-Jähriger einen mit Ethanol betriebenen Tischkamin nachfüllte.

Die gravierendsten Verletzungen erlitt eine 48-jährige Frau, sie musste „mit schwersten Verbrennungen im Gesicht“ in eine Hamburger Spezialklinik gebracht werden, teilte die Polizei weiter mit. Eine 34-jährige Frau wurde ebenfalls aufgrund von Verbrennungen in ein Bremer Krankenhaus transportiert. Die Verpuffung ist laut Polizei „vermutlich durch zu frühes Nachgießen des Ethanols bei zu hoher Resthitze“ ausgelöst worden. Gegen den 51-jährigen Camper wird ermittelt.

Vor dem Nachfüllen von Ethanol zwei Stunden warten

Der Stuhrer Gemeindebrandmeister Michael Kalusche mahnt zur Vorsicht im Umgang mit Ethanol-Tischöfen und rät: „Wenn ein Kamin gebrannt hat, würde ich mindestens zwei Stunden warten, bis ich ihn neu befülle.“ Wenn es dennoch zu einem Ethanol-Brand kommt, dürfe nicht mit Wasser gelöscht werden. Stattdessen seien die Flammen mit einem Feuerlöscher oder mit einer Schaufel Sand zu ersticken. Platzbetreiber Helge de Buhr weist darauf hin, dass in seinem Familienpark offenes Feuer außer zum Grillen nicht geduldet werde.