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Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe „Mama Somalia“ aus Seckenhausen hilft gerne

Von Dirk Hamm | 25.08.2015, 20:45 Uhr

Ein Netzwerk privater Helfer unterstützt die Gemeinde bei der Integration der Flüchtlinge in Dabei entstehen mitunter auch Freundschaften.

Ute Sydow hat die jungen Frauen aus Somalia in ihr Herz geschlossen, und die Zuneigung ist gegenseitig: „Mama Somalia“ nennt eine Gruppe von Migrantinnen, die aus dem ostafrikanischen Land nach Stuhr gekommen sind, die Seckenhausenerin liebevoll. Um die Versicherungsmaklerin hat sich im vergangenen halben Jahr ein regelrechtes Netzwerk von rund 30 Ehrenamtlichen gebildet, die die Zuwanderer auf ganz praktische Weise bei den Problemen des Alltags unterstützen.

Jeden Freitag Fahrt zur Tafel in Leeste

„Ich habe von meinem Büro aus immer beobachtet, wie zwei junge Frauen zu Fuß in Richtung Brinkum gelaufen sind. Irgendwann habe ich sie angesprochen und sie mit dem Auto zum Deutschkurs oder zum Einkaufen gefahren. Daraus ist eine richtige Freundschaft entstanden“, erzählt Sydow. Inzwischen hat sie einen Asylbegleiterkurs bei der Volkshochschule absolviert und investiert einen Gutteil ihrer Zeit in das Engagement für die Flüchtlinge. So organisiert Ute Sydow zusammen mit einigen Mitstreitern jeden Freitag Fahrten nach Leeste zur Außenstelle der Syker Tafel. Sie schaut bei den Familien nach dem Rechten, begleitet sie bei Behördengängen oder Arztbesuchen und bemüht sich bei Bedarf um einen Dolmetscher. Zudem leitet sie dringend benötigte Utensilien wie Bettwäsche zum Wechseln oder kleine Badezimmerschränke, die sie als Sachspenden annimmt, an die Familien weiter.

Derzeit leben rund 240 Asylbewerber in Stuhr

Rund 240 Asylbewerber leben derzeit nach einer Auskunft des Ersten Gemeinderats Ulrich Richter in Stuhr. „Das ist für alle, die Ehrenamtlichen wie die Mitarbeiter der Gemeinde, eine große Herausforderung“, sagt Ute Sydow. Wünschenswert sei nun die Schaffung einer zentralen Anlaufstellung, die sowohl als Treffpunkt als auch als Beratungsstelle dienen könne. Eine Idee, die auch im Rathaus Anklang finde, wie Ulrich Richter verrät. Offen sei aber noch „das Ob, Wie und Wo“.

Wer die Arbeit der Ehrenamtlichen unterstützen möchte, kann sich an Ute Sydow unter Telefon (0421)3978421 oder per Mail an ute-sydow@web.de wenden.