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Erhöhte Blaualgenkonzentration Beim Bad im Silbersee ist derzeit Vorsicht geboten

Von Dirk Hamm | 22.07.2016, 18:39 Uhr

Die seit wenigen Tagen bestehende Blaualgenwarnung am Silbersee ist vorerst weiter gültig. Es handele sich um eine prophylaktische Warnung, nicht um ein Badeverbot, erklärt Marc Plitzko, Umweltbeauftragter der Gemeinde

Nach Auswertung der letzten Wasserprobe durch das Gesundheitsamt des Landkreises Diepholz sei das Algenwachstum in dem Badegewässer als „mittel“ eingestuft worden. Die Konzentration von Algen der giftigen Art Anabaena in der Probe lag nach Plitzkos Angaben mit Werten bis zu 172 Trichomen pro Milliliter weit unterhalb des von der Weltgesundheitsorganisation WHO definierten Grenzwerts von 20.000.

Kritische Konzentrationen können sich stellenweise bilden

Dennoch sei Vorsicht geboten: „Blaualgen dieser Art neigen dazu, an die Oberfläche aufzutreiben. Bei entsprechenden Wind- und Strömungsverhältnissen können sie dann im Uferbereich zusammengetrieben werden und es können in Teilbereichen kritische Algenkonzentrationen entstehen.“

Nach dem Bad im See vorsichtshalber duschen

Plitzko empfiehlt Eltern, darauf zu achten, dass ihre Kinder nicht in Bereichen baden, in denen sich grüne Schlieren auf der Oberfläche gebildet haben oder die stark grünlich getrübt sind. Das gelte auch für Menschen mit hoher Hautempfindlichkeit. Bei einer Besichtigung am Freitag seien aber keine Schlieren auf dem Wasser zu entdecken gewesen. Nach einem Bad im Silbersee sei es ratsam, sich abzuduschen.

Hinweisschilder an den Strandabschnitten

Von einer kritischen Trübung könne gesprochen werden, wenn im knietiefen Wasser die eigenen Füße nicht mehr zu sehen sind, nennt Plitzko als Faustregel. Hundebesitzer sollten außerdem darauf achten, dass ihre Vierbeiner keine größeren Mengen blaualgenhaltigen Wassers trinken. Entsprechende Hinweisschilder sind an den beiden Strandabschnitten am Silbersee aufgestellt worden. Die nächste Probe werde Anfang kommender Woche entnommen, so Plitzko.

Keine Algenprobleme am Steller See

Am Steller See sind Probleme mit Algen dagegen unbekannt, erklärt der Stuhrer Umweltbeauftragte. Anders als der Silbersee biete der nährstoffarme Untergrund dieses Baggersees keine günstigen Bedingungen für das Algenwachstum.