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Feuerwehr in Stuhr im Einsatz Feuer in Flüchtlingsunterkunft in Heiligenrode

Von Marco Julius | 22.12.2017, 13:21 Uhr

Um genau 20.49 Uhr ist die Ortsfeuerwehr Heiligenrode am Donnerstagabend über Sirene und Meldeempfänger mit dem Stichwort „Gebäudebrand“ alarmiert worden. Die Kameraden eilten zum Einsatzort, eine Flüchtlingsunterkunft an der Straße Klosterplatz.

Beim Eintreffen der Feuerwehr drang bereits Rauch aus einer Wohnung im Obergeschoss des Gebäudes. Die fünf Bewohner hatten sich zu diesem Zeitpunkt ins Freie gerettet. Ein Feuerwehr-Trupp unter umluftunabhängigem Atemschutz ging mit einem C-Rohr zur Brandbekämpfung ins erste Obergeschoss. Der Brandherd lag in der Küche. „Das Feuer hatte sich zum Glück noch nicht ausgebreitet und konnte schnell gelöscht werden“, berichtet Christian Thümena, Pressesprecher der Feuerwehr Stuhr. Um den Rauch aus dem Gebäude zu drücken, wurde ein Hochleistungslüfter eingesetzt. Da die Wohnung direkt nach dem Brand nicht mehr bewohnbar war, mussten die Bewohner durch die Gemeindeverwaltung in einer Ersatzunterkunft untergebracht werden.

Feuerwehr lobt Bewohner

„Lobend ist das Verhalten der Bewohner der Einrichtung zu erwähnen. Sie haben genau die von der Gemeinde im Eingangsbereich ausgehängten Verhaltensregeln für den Brandfall befolgt. Hier ist in zehn verschiedenen Sprachen beschrieben, was bei Feuer zu tun ist“, sagt Thümena. Einer der Bewohner sei zum Nachbarn gelaufen, um die Feuerwehr zu alarmieren. Ein anderer hatte sogar einen Löschversuch mit einem Feuerlöscher unternommen, der eine schnellere Brandausbreitung verhindert hat.

Verletzt wurde niemand. Der Einsatz konnte nach knapp 90 Minuten beendet werden. Die Feuerwehr war mit drei Fahrzeugen und 24 Kräften im Einsatz.