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Firma COE seit 1998 in Stuhr Druckformen aus Moordeich für die bunte Warenwelt

Von Dirk Hamm | 17.10.2018, 09:46 Uhr

Viele Marken aus dem Alltag setzen für den Etikettendruck auf Know-how aus Seit 1998 ist dort das Unternehmen COE ansässig.

Ob beim Griff zum Waschmittel oder Joghurtbecher im Supermarktregal oder beim Entnehmen einer Pille aus einer Medikamentenverpackung – die Wahrscheinlichkeit, dass die Firma COE aus Moordeich mit im Spiel ist, ist ziemlich groß. Denn am Stillen Weg im Stuhrer Ortsteil werden Druckformen vorbereitet und produziert, mit denen Verpackungen, Etiketten, Servietten und die Blister von Tablettenverpackungen bedruckt werden. COE ist in diesem Segment einer der führenden Hersteller in Europa, erfuhren am Montagabend rund 30 Teilnehmer einer von der Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen (ISU) organisierten Firmenbesichtigung.

55 Mitarbeiter an zwei Standorten

COE steht für Carl Ostermann Erben GmbH. Ein Name, der auf eine lange Familientradition schließen lässt. In der Tat wird das 1891 in Bremen gegründete und seit 1998 in Moordeich angesiedelte Unternehmen von Andreas Segelken und dem Urenkel des Gründers, Holger Ostermann, in der vierten Generation geführt. In Moordeich sind 37 Mitarbeiter beschäftigt, in Stuttgart-Filderstadt, wo COE 2002 einen zweiten Standort eingeweiht hat, kommen noch einmal 18 Fachkräfte hinzu. Nach Angaben von Segelken kalkuliert das Unternehmen für 2018 mit einem Umsatz von 6,3 Millionen Euro.

Komlexer Prozess mit teuren Lasern

Schwerpunkt der Produktion bei COE sind seit etwa einem Vierteljahrhundert Druckplatten für Etiketten, die im sogenannten Flexodruck bedruckt werden. Die Besuchergruppe konnte sich anhand eines eigens für die Gäste entworfenen Etiketts ein Bild von dem hochkomplexen Prozess von der Bearbeitung der vom Kunden gesendeten Daten über die Gravur der Rohform mit Lasern, die mehrere Hunderttausend Euro in der Anschaffung kosten, bis hin zum Auswaschen der fertigen Druckform machen.

„Wir haben uns so viel Know-how erarbeitet, um jede Druckmaschine auf dem Markt mit einer Druckform bedienen können“, sagte Segelken. Zugleich berichtete der Geschäftsführer, dass sich der Markt verändere und nur noch langsam wachse. Der Grund: Im Kleinauflagenbereich hat sich der Digitaldruck signifikante Marktanteile erobert.

Abwechslungsreicher Beruf

Zu den Mitarbeitern, die nach Feierabend bereitstanden, um den Gästen den Workflow für eine Druckform zu demonstrieren, gehörte auch Nathalie Wehrhahn. Die 18-Jährige beendet im kommenden Frühjahr ihre Ausbildung als Mediengestalterin Digital und Print. „Man macht nicht immer das Gleiche und arbeitet mit unterschiedlichen Programmen“, schätzt sie die Vielfalt, die der Beruf zu bieten hat.