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Frühlingsempfang in Stuhr Bürgermeister Niels Thomsen ehrt Flüchtlingshelfer

Von Yannick Richter, Yannick Richter | 13.03.2016, 16:53 Uhr

Während des 14. Frühlingsempfang der Gemeinde Stuhr ehrte Bürgermeister Niels Thomsen sämtliche Flüchtlingshelferinnen und -helfer. Sie erhielten speziell angefertigte Anstecknadeln.

Zu einer einmaligen Ausnahme kam es am Sonntagmittag auf dem 14. Frühjahrsempfang der Gemeinde Stuhr. Anstatt den „Stuhrer Wolf“ für besonderes und beispielhaftes ehrenamtliches Engagement zu verleihen, zeichnete der Stuhrer Bürgermeister Niels Thomsen sämtliche Flüchtlingshelferinnen und -helfer mit einer speziell angefertigten Anstecknadel aus.

Bürgermeister dankt Ehrenamtlichen

Vorher hielt Thomsen eine ergreifende Rede, in der er auf die Flüchtlingssituation vor Ort einging und sich für die vorbildliche Arbeit mit Flüchtlingen bedankte. „All Ihnen gebührt für ihre Arbeit besonderer Dank und besonderer Applaus“, ließ Thomsen die knapp 200 anwesenden Gäste wissen und verwies darauf, dass das Ehrenamt in Stuhr schon immer Tradition habe und diese Lebensweise zu einer wertvollen Gesellschaft führe. (Weiterlesen: Grußwort von Niels Thomsen: „Hilfsbereitschaft der Stuhrer überwältigt mich“) 

Interkultureller Chor sorgt für Gänsehaut

Für Gänsehaut und die musikalische Untermalung der durchweg gelungenen Veranstaltung sorgte der interkulturelle Chor unter der Leitung von Bettina Schmidt und Fatma Atenhahn. Der bunt gemischte Chor mit Mitgliedern aus aller Welt überzeugte dabei nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Arabisch und anderen Sprachen.

Patchwork-Decke als Symbol

Eine Überraschung hatte zudem Daniela Gräf, Leiterin des Mehrgenerationenhauses, dabei. Sie überreichte Bürgermeister Thomsen eine Patchwork-Decke, an der zahlreiche Helfer mitwirkten, als „Symbol für ein buntes Stuhr“. Doch nicht nur das Rathaus hat etwas von der Überraschung. Thomsen hatte nämlich zuvor mit den Ratsmitgliedern der Gemeinde besprochen, die Decke nur gegen eine Spende für das Mehrgenerationenhaus anzunehmen. Durch diese Rechnung machte ihr Gräf jedoch einen Strich: „Wir spenden das Geld zurück. Es wird in Tankgutscheine für die ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer investiert“, erklärte Gräf unter dem Beifall der Gäste.