Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Giftige Pflanze verbreitet sich Jakobs-Kreuzkraut per Hand bekämpfen

Von Dirk Hamm | 18.07.2015, 17:36 Uhr

Wenn in diesen Tagen an Wegesrändern und auf Weiden vermehrt knallgelbe Gewächse sprießen, handelt es sich laut Stuhrs Umweltbeauftragtem Marc Plitzko meistens um Jakobs-Kreuzkraut. Und das bereitet Ungemach: „Die Pflanze ist sehr giftig für das Vieh und auch für den Menschen.“

Plitzko verweist auf ein Faltblatt des Julius Kühn-Instituts, einer Forschungseinrichtung des Bundes. Darin wird erklärt, dass der Giftstoff der gelben Pflanze bei Weidetieren zu irreversiblen Leberschäden führen kann. Besonders gefährdet sind demnach Pferde und Rinder. Auch Landwirt Hilmer Schumacher sieht die zunehmende Verbreitung des Jakobs-Kreuzkrauts mit Sorge: „Wenn die Pflanze ins Heu kommt, wird sie von den Tieren nicht mehr als bitter empfunden.“ Über das Heu könne schnell eine tödliche Dosis erreicht werden, so der Rinderzüchter. Er gehe vor der Maht seine Flächen ab und beseitige das Jakobs-Kreuzkraut per Hand. Dabei seien stets Handschuhe zu tragen, warnt Marc Plitzko, denn der Giftstoff werde über die Haut aufgenommen.

NABU-Mitglied Rita Wolff hat die Bekämpfung des schädlichen Gewächses zu einem persönlichen Anliegen gemacht: „Ich möchte nicht, dass unsere heimischen Pflanzen von invasiven Pflanzen verdrängt werden.“ Vor allem auf dem Spielplatz an der Masurenstraße und im Biotop in Moordeich hat sie zuletzt große Mengen des Krauts ausgerissen.