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Grundlage für Brinkumer Entwicklung Stuhrer Einzelhandelskonzept soll angepasst werden

Von Sonia Voigt | 05.12.2017, 08:31 Uhr

Um den Brinkumer Ortskern gezielter stärken zu können, will die Gemeinde Stuhr ihr 2011 erstelltes Einzelhandelskonzept aktualisieren. Die Vorschläge des beauftragten Marktforschungsinstituts sind Thema im Ausschuss.

Wie das Stuhrer Einzelhandelskonzept den Entwicklungen in der Geschäftswelt angepasst werden muss, ist am Donnerstag, 7. Dezember, ab 18 Uhr im Rathaus Thema im Gemeindeentwicklungs-Ausschuss. Die Gemeinde hatte das Hamburger Marktforschungsinstitut GfK Geomarketing beauftragt, das 2011 erstellte Zentren- und Einzelhandelskonzept zu überprüfen und die in der „Stuhrer Liste“ geführten Sortimente zu überarbeiten. Ziel ist eine bessere Grundlage für Entscheidungen über die Weiterentwicklung des Brinkumer Ortskerns.

Viel Kaufkraft, aber auch starke Konkurrenz

Die GFK-Analyse bescheinigt Stuhr als größter, einwohner- und wirtschaftsstärkster Kommune im Landkreis viel Kaufkraft, gute Nahversorgung in Brinkum, Stuhr und Moordeich sowie insgesamt überdurchschnittlich große Verkaufsflächen, allen voran in Brinkum-Nord und Groß Mackenstedt. Problematisch sei allerdings der starke lokale und regionale Wettbewerb sowie die Randlage von Lebensmittelmärkten, die dadurch eher nicht als „Magnetbetriebe“ für die Facheinzelhändler im Ortskern wirken.

Bekleidung statt Sportbedarf in Ortskernen

Um die Ortszentren zu stärken empfiehlt die GfK ergänzende Angebote – etwa, dass die Einzelhändler ihr Sortiment ausweiten oder Dienstleister hinzukommen. Brinkum könne zum Nebenzentrum werden, wenn die Nahversorgung rund um ZOB und Syker Straße gestärkt würde, zum Beispiel durch „mittelfristige Sortimente“ wie Bekleidung oder Schuhe. Auch ein „Magnetbetrieb“ wie ein Lebensmittelmarkt könne helfen. Außerdem seien „Verweilmöglichkeiten“ wichtig, um den Ort mehr zum Treffpunkt zu machen. Damit ein Kundenaustausch gelinge, sei konzentrierte Flächenentwicklung statt vereinzelter Einzelhändler wichtig. Eher nicht in den Ortskernen sieht die GfK Sport-, Camping- und Elektronikfachmärkte, die deshalb in der „Stuhrer Liste“ zu „nicht zentrenrelevanten Sortimenten“ umdeklariert werden sollen.