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Häuslingswesen ab 16. Jahrhundert Ausstellung zeigt Armut der Stuhrer Landbevölkerung

Von Sonia Voigt | 27.06.2017, 18:52 Uhr

Jahrhunderte alte Bilder von Heuerhäusern und Erklärtexte auf dem aktuellen Stand der Forschung zeigen in einer neuen Schau im Stuhrer Rathaus, wie die Landbevölkerung früher lebte. Die Ausstellung ist bis Ende Juli zu sehen.

Die schwierigen Lebensumstände der besitzlosen Landbevölkerung in Stuhr und umzu ab dem 16. Jahrhundert zeigt eine neue Ausstellung, die am Mittwoch um 10 Uhr im Rathaus Stuhr eröffnet wird. Der Kreisheimatbund Diepholz und das Kreismuseum Syke haben die Schau mit dem Titel „Das Häuslingswesen zwischen Weser und Hunte vom 16. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre“ zusammengestellt. Viele historische Fotos und erklärende Texte beziehen sich auf Stuhr und alle weiteren Orte des Landkreises Diepholz.

Alltagsleben und Wohnverhältnisse im Blick

Dabei haben die Forscher und Ausstellungsmacher sich mit dem alltäglichen Leben und den Wohnverhältnissen der einfachen Landbevölkerung befasst, Bilder von Heuerhäusern auf den zahlreichen Text- und Bildtafeln illustrieren dies. Es geht aber auch um „die rechtlichen und finanziellen Bedingungen, unter denen diese besitzlose ländliche Schicht über Jahrhunderte hinweg ihr Auskommen finden musste“, schreibt die Gemeinde vorab. Die Ausstellung ist ab sofort bis zum Freitag, 28. Juli, immer zu den Öffnungszeiten des Stuhrer Rathauses zu sehen. Der Eintritt ist frei.