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Immer Arbeit am Gutsensemble Förderverein Gut Varrel feiert 35-jähriges Bestehen

Von Dirk Hamm | 07.10.2015, 20:31 Uhr

Die Aktiven des Fördervereins Gut Varrel stecken an jedem Samstag ihre Arbeitskraft in den Erhalt des Gutsensembles. Vor 35 Jahren stand dessen Zukunft infrage.

Damit war vor 35 Jahren nicht unbedingt zu rechnen gewesen: Das Gut Varrel präsentiert sich heute mit seinem restaurierten Ensemble aus Herrenhaus, Gutsscheune, Wassermühle und Backhaus als Schmuckstück mit Fachwerk-Charme. Das Anwesen wird als Versammlungsort für Vereine ebenso wie für Trauungen genutzt, und die Gutsscheune hat sich einen Namen als Konzertsaal mit besonderem Ambiente gemacht. Dabei sah Ende der 70er Jahre mancher Bürger und Politiker in dem verfallenen Gut einen „Schandfleck“, wie der Festschrift zum 35. Geburtstag des Fördervereins Gut Varrel zu entnehmen ist. Ein Gutachten empfahl damals den Abriss.

Auch 30 Jahre Gutsscheune wird gefeiert

An die umfangreichen Restaurierungs-, Umbau- und Verschönerungsarbeiten, die seitdem auf dem Gutsgelände geleistet worden sind, dürfte am Samstagabend in der Gutsscheune erinnert werden, wenn der Förderverein seinen Geburtstag mit den Mitgliedern und geladenen Ehrengästen mit einem Empfang feiert. Dabei handelt es sich um eine Doppelfeier, denn dass vor 30 Jahren die Gutsscheune zur jetzigen Kulturstätte hergerichtet wurde, dient als weiterer Anlass, anzustoßen.

Der Förderverein ist mit der Gründungsversammlung am 9. Juli 1980 aus dem zwei Jahre zuvor gegründeten Arbeitskreis hervorgegangen, der sich den Erhalt des Guts auf die Fahnen geschrieben hatte. Die Gemeinde hatte 1976 und 1978 das Grundstück und die Gutsgebäude erworben.

Treppengeländer und Ziehbrunnen nächste Projekte

Frank Schröder ist seit 2012 Vorsitzender des Fördervereins. Der Varreler packt mit an, wenn an jedem Samstag von 9 bis 13 Uhr der Arbeitsdienst auf dem Gut ansteht. Zehn bis 15 Aktive werkeln regelmäßig an der Stelle, an der gerade etwas repariert oder neu gebaut werden muss.

So geht die Arbeit am Gut Varrel praktisch nie zu Ende, sagt Frank Schröder. Als nächste Projekte, die nach Möglichkeit noch bis Jahresende abgeschlossen werden sollen, nennt der Vorsitzende das Geländer für die neue Treppe an der Mühle und die Fertigstellung des Ziehbrunnens.