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Jazzfest in Stuhr Wie Bach im Stile von AC/DC klingt

Von Dirk Hamm | 02.01.2019, 21:49 Uhr

Das Jazzfest Stuhr erlebt seine 20. Auflage. Ein neues Konzertformat soll dabei den Nachwuchs anlocken.

An einer erfolgreichen Formel sollte man nicht unnötig herumdoktern. Das findet jedenfalls Jens Schöwing, der als musikalischer Leiter des Jazzfests Stuhr für dessen 20. Auflage ab Donnerstag, 24. Januar, im Rathaus Stuhr am bewährten Format festhält: Hochkarätige Darbietungen von renommierten Interpreten bilden am Freitag- und Samstagabend das Herzstück. Eingerahmt werden sie von einem musikalischen Leistungsnachweis von Schülern und Ensembles der Kreismusikschule am Donnerstag und einem Bigband-Konzert, ebenfalls mit Akteuren der Kreismusikschule, am Sonntag.

Neues Konzertformat „Bach2School“

Aber auch eine Neuerung kündigt Schöwing an: „Bach2School“ ist ein neues Konzertformat überschrieben, das am Freitag, 25. Januar, um 11 Uhr ausprobiert wird und sich vor allem an den Nachwuchs richtet. Dahinter verbirgt sich ein moderiertes Konzert für Schulklassen und sonstige Interessierte, auf lockere und humorvolle Weise soll aufgezeigt werden, wie Jazzmusiker Stücke bearbeiten. Das Quartett Blue Note Bach demonstriert dabei etwa, wie ein Menuett von Bach im Stile von AC/DC klingt.

Feurig wird es am Freitag ab 20 Uhr im Ratssaal, wenn der kubanische Pianovirtuose Jorge Luis Pacheco mit seinem Quartett aufspielt. Anklänge an die mitreißenden Rhythmen des „Buena Vista Social Club“ verspricht Schöwing für diesen Abend. „Allumfassende, grooveorientierte Weltmusik“ bietet anschließend laut dem Festivalleiter die Formation Pangea Ultima um den Gitarristen und Sänger José Díaz de León.

Ein ganz Großer der Szene kommt

Der Samstag steht dann, ebenfalls ab 20 Uhr, ganz im Zeichen einer Jubiläumsgala, bis zu 15 Mitwirkende früherer Ausgaben des Jazzfests Stuhr treten in wechselnden Konstellationen auf, darunter mit Trompeter Ulrich Beckerhoff einer der ganz Großen der deutschen Jazzszene.

Eintrittskarten für die beiden Hauptveranstaltungen kosten jeweils 15 Euro. Der Besuch des Jazzforums am Donnerstag, 24. Januar, 19 Uhr, sowie des Bigband-Konzerts am Sonntag, 27. Januar, 11 Uhr, ist kostenfrei. Für das Konzert „Bach2School“ sind drei Euro Eintritt zu zahlen.