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Jubiläum beim TuS Varrel Fünf Jahrzehnte zum Durchblättern

27.05.2019, 17:55 Uhr

Geburtstag hat jetzt der TuS Varrel begangen. Zur Feier des Tages wurde eine Vereinschronik vorgestellt.

Angefangen hat alles in der Schule. Als der TuS Varrel im Jahr 1969 aus der Taufe gehoben wurde, verfügt er noch über keine Sporthallen. Die Not machte erfinderisch, und so wurden die anfänglichen Turn- und Tischtennisübungen in Klassenzimmern absolviert. Heute, genau 50 Jahre später, verfügt der kleine Verein aus Varrel gleich über mehrere Hallen, 1300 Mitglieder in zwölf Sportabteilungen und ein Vereinsheim.

Gute Mischung im Verein

Genau in diesem ist feierlich das 50. Jubiläum begangen worden. Der Vereinsvorsitzende Wolfgang Kretschmer führte durch den Abend, an dem 80 Gäste teilnahmen. Kretschmer lobte die „gute Mischung aus Jung und Alt” und sprach den ehrenamtlichen Helfern einen ausdrücklichen Dank aus. Ein Erfolgsrezept des Vereins liege in der Kontinuität. „In 50 Jahren gab es nur vier erste Vorsitzende”, betonte er. In einige Abteilungen – wie etwa Judo – habe es auf den Führungsposition bis heute keinen personellen Wechsel gegeben.

Unter den Gästen war auch die stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde Stuhr, Sigrid Rother. Sie lobte die „gewachsenen Strukturen” und die „internationalen Begegnungen”, die der Verein seinen Mitgliedern regelmäßig bietet. So empfängt TuS Varrel immer wieder Sportler aus dem französischen Teloché, einer Partnergemeinde von Stuhr.

Ebenfalls zu Besuch war Peter Schnabel, Vorsitzender des Kreissportbundes Diepholz, der auf die Unterstützer des Vereins verwies. Der TuS erhält auch Fördergelder von der Sporthilfe Niedersachsen, der Kreissparkasse und der Volksbank.

Beistand auch „von oben“

Neben finanziellem Beistand kann der TuS auch auf „Beistand von oben” hoffen. Zumindest ist die Geschichte des Vereins eng mit der Gemeindekirche verbunden. Die Kirchengemeinde Varrel ist beinah zeitgleich mit dem Verein gegründet worden und viele Personen engagierten sich sowohl für die Kirche als auch für den Verein. „In der Kirche konnten wir manchmal noch die Schiedsrichterpfiffe vom Fußballplatz hören”, scherzte Eike Fröhlich, die Pastorin der Gemeinde. Sie überreichte Kretschmer eine Schutzengel-Figur, die dem Verein künftig als Glücksbringer dienen soll.

Im Anschluss an die Reden ehrte Kretschmer acht Gründungsmitglieder, die dem Verein 50 Jahre die Treue hielten. Jedes von ihnen durfte sich über eine Urkunde freuen. Die Überraschung des Abends folgte sodann: Eine hundertseitige Vereinschronik wurde präsentiert, die die vergangenen Jahrzehnte schriftlich und bildlich Revue passieren lässt. Die 1000 Exemplare sollen für je zwei Euro das Stück verkauft werden.

Nach dem Schwelgen in der Vergangenheit richtete Kretschmer den Blick wieder nach vorne. Bald soll ein neuer Boule-Platz eingeweiht werden. Auch mit Feiern ist noch nicht Schluss – im Gegenteil. Am 22. Juni steigt eine Jubiläums-Fete mit 300 Sportlern.