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Kleinbus kippt um Schwerverletzte bei Unfall am Autobahndreieck Stuhr

Von Dirk Hamm | 04.05.2016, 12:41 Uhr

Ein mit elf Personen besetzter, in Polen zugelassener Kleinbus ist am Mittwoch in den frühen Morgenstunden auf dem Autobahndreieck Stuhr verunglückt. Nach Angaben der Polizei sind alle Fahrzeuginsassen verletzt worden, sieben erlitten schwerere Verletzungen.

Laut Polizei verlor der Fahrer auf dem Zubringer von der A1 zur A28 vermutlich aufgrund einer Lenkbewegung die Kontrolle über den Mercedes Sprinter und kippte um. In dieser Position schlitterte das Fahrzeug noch etliche Meter über die Fahrbahn, bevor es zum Liegen kam.

Insassen befreien sich über Dachluke

Keiner der Insassen wurde eingeklemmt, alle konnten sich über eine Dachluke befreien. Rettungskräfte aus einem Rettungswagen, der zufällig im sich bildenden Rückstau stand, waren als Ersthelfer zur Stelle. Alle elf Insassen wurden verletzt, sieben von ihnen schwerer. In einer früheren Meldung war die Polizei zunächst von nur zwei Schwerverletzten ausgegangen. Alle wurden ins Krankenhaus gebracht. Die vier Leichtverletzten konnten die Klinik bereits wieder verlassen. Alle Mitfahrer stammen aus Polen und waren auf dem Weg in den Landkreis Cloppenburg, um dort als Saisonarbeiter zu arbeiten. Die vier Männer und sieben Frauen sind zwischen 20 und 52 Jahre alt. An dem total zerstörten Fahrzeug entstand ein Schaden von rund 10.000 Euro.

Polizei: „Umgehend Rettungsgasse bilden“

Vor Ort beklagte sich die Polizei über den Umstand, dass im Rückstau nicht umgehend eine Rettungsgasse gebildet worden sei. Laut Daniel Birkholz von der Autobahnpolizei Ahlhorn wurden die Rettungskräfte dadurch auf der Anfahrt zur Unfallstelle behindert. Birkholz rät, bei einem Unfall sofort eine Rettungsgasse zu bilden und nicht damit zu warten, bis die Rettungsfahrzeuge hinter einem stehen.

Sperrung der Autobahn in Stuhr

Die Autobahn wurde während der Rettungsarbeiten voll gesperrt, später wurde der Verkehr einspurig vorbeigeleitet.