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Kommunalem Netzwerk beigetreten Stuhr will im europaweiten Bündnis Klima schützen

Von Dirk Hamm | 10.08.2015, 19:59 Uhr

Seit 2012 steuert ein Aktionsprogramm in Stuhr die Aktivitäten für den Klimaschutz. Weiteren Schub soll der Beitritt zum internationalen Klima-Bündnis geben.

Die Gemeinde Stuhr hat sich dem Klima-Bündnis angeschlossen, einem europaweiten Netzwerk von Kommunen, die den Klimaschutz vorantreiben wollen. Nach Angaben von Stuhrs Klimaschutzmanager Colja Beyer gehören dem Klima-Bündnis bereits mehr als 1700 Städte, Gemeinden und Metropolregionen in 25 Staaten an. Sie haben sich mit dem Beitritt dem Ziel verpflichtet, ihre Kohlendioxid-Emissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu senken.

„Schon viele Klimaschutz-Maßnahmen umgesetzt“

Der Entschluss, sich dem Netzwerk anzuschließen, ist laut Beyer einer von mehreren Schritten, die mit der Verabschiedung eines gemeinsamen Klimaschutz-Aktionsprogramms der Nachbargemeinden Stuhr und Weyhe Ende 2012 festgelegt wurden. „Durch die Verwaltung sowie durch Bürger, Vereine und Gewerbetreibende, die sich für den Klimaschutz engagieren, sind schon viele Maßnahmen umgesetzt worden“, bilanziert der Klimaschutzmanager und nennt einige Beispiele von Initiativen, die in den vergangenen Jahren zur Förderung des Energiesparens und der erneuerbaren Energien angeschoben worden sind: das „e-home 2020“-Projekt, die kostenlose Energieberatung für Privatleute, Förderprogramme der Kommunalen Energiespargesellschaft Stuhr (KESS) und die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude

Schutz der indigenen Völker der Regenwälder weiteres Ziel

Neben der Verminderung des Ausstoßes klimaschädlicher Gase setze sich das Klima-Bündnis auch den Schutz der tropischen Regenwälder und der in ihnen lebenden indigenen Völker zum Ziel, erläuterte Beyer. Das Netzwerk solle unter anderem unterstützend bei einer nachhaltigen kommunalen Beschaffung wirken. Und mit Kampagnen wie jüngst dem Stadtradeln (dk berichtete) solle die Öffentlichkeit für den Schutz des Klimas sensibilisiert werden.