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Mahnmal Obernheide Gedenken in Stuhr: Gegen das Vergessen

Von Marco Julius | 15.11.2016, 19:41 Uhr

Am Mahnmal auf dem Gelände des ehemaligen Außenkommandos des Konzentrationslagers Neuengamme wird am Mittwoch, 16. November, an das Leid der Opfer erinnert. 150 Schüler beteiligen sich an dem Gedenkgang.

Mit einem Gedenkgang zum Mahnmal Obernheide, das auf dem Gelände des vormaligen Außenkommandos des Konzentrationslagers Neuengamme errichtet wurde, soll am MIttwoch, 16. November, an die erlittenen Leiden der Lagerinsassinnen zur Zeit des Faschismus erinnert werden – und zugleich auf die Verpflichtung für ein friedliches Zusammenleben von Menschen hingewiesen werden. 500 ungarische und 300 polnische Jüdinnen erlitten an dem Ort bis April 1945 Demütigungen und Qualen, Hunger und Tod.

Lesung aus Biografie

Die Teilnehmer des Gedenkganges treffen sich um 11 Uhr am alten Bahnhof an der Blockener Straße. Zum zweiten Mal ist der Gedenkgang auf den Buß- und Bettag terminiert. In den Jahren zuvor war stets der Volkstrauertag der Tag des Gedenkens. Gegen 11.45 Uhr beginnt das Gedenken am Mahnmal. Pastorin Judith Matthes spricht einführende Worte, Iris Rose von der Kirchengemeinde Heiligenrode steuert Musik bei. Schüler der neunten Klassen der KGS Moordeich tragen Passagen aus der Biografie der Ungarin Lilly Kertesz vor, die als 18-Jährige über Auschwitz nach Obernheide deportiert wurde.

150 Schüler beteiligen sich am Gedenkgang

Etwa 150 Schüler der neunten Klassen der Haupt- und Realschulzweige sowie des zehnten Gymnasialjahrgangs nehmen mit ihren Lehrern am heutigen Gedenkgang teil. Die Gedenkfeier ist voraussichtlich gegen 12.15 Uhr beendet. Busse bringen die Teilnehmer dann zurück zum alten Bahnhof und zur Lise-Meitner-Schule.

Straße gesperrt

Wegen der großen Teilnehmerzahl des Gedenkganges muss die Obernheider Straße zwischen Kronsbrook und Delmenhorster Straße laut Gemeindeverwaltung heute in der Zeit von 11 bis 12.30 Uhr für den Durchgangsverkehr gesperrt werden.