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Mitfahrbank aufgestellt Stuhr startet Experiment: Hinsetzen, warten – und mitfahren

Von Frederik Grabbe | 06.07.2017, 19:58 Uhr

Mit den Mitbürgern in den Stuhrer Ortskern und zurück: Per Mitfahrbank sollen künftig Bürsteler und Fahrenhorster leichter nach Stuhr kommen. Die Idee geht auf den Seniorenbeirat zurück – ist aber vom guten Willen der Autofahrer abhängig.

Hinsetzen, warten – und dann mitfahren: Die Gemeinde Stuhr hat am Mittwoch ein ungewöhnliches Experiment gestartet: Sie hat sogenannte Mitfahrbänke an drei Stellen in der Gemeinde aufgestellt, mit denen Bürgern aus zwei Ortsteilen die Fahrt in den Stuhrer Ortskern erleichtert werden soll. Die Idee basiert auf Freiwilligkeit, ein Autofahrer muss sich also zum Transport seiner Mitbürger berufen fühlen, damit die Idee funktioniert. Zunächst soll in einem zweijährigen Probebetrieb getestet werden, ob das Konzept auch angenommen wird.

Erste Gemeinde im Landkreis Diepholz

Nicht die erste Gemeinde in Niedersachsen, aber die erste im Landkreis Diepholz ist Stuhr in Sachen Mitfahrbank schon einmal, stellt sie in einer Pressemitteilung fest. Die Einführung der Mitfahr-Bänke hatte Mitte 2016 der Seniorenbeirat der Gemeinde eingeleitet. Mit diesem Gremium wurden auch die drei Standorte ausgewählt. Künftig sollen per Mitfahrgelegenheit Fahrten aus Bürstel, An der Bürsteler Heide, und aus Fahrenhorst, Kirchseelter Straße, bis in den Stuhrer Ortskern, Am Rathaus, und zurück möglich sein.

Stuhr bittet Nutzer um Feedback

Sollte die Idee fruchten, ist es gut möglich, dass in der Gemeinde noch mehr Mitfahrbänke aufgestellt werden, schreibt die Verwaltung. Um dies aber festzustellen, baut sie auf die Mitarbeit der Bank-Nutzer, weil sie – ungleich wie im Busverkehr – keine Fahrgastzahlen erheben kann. Sie bittet darum um Übermittlung von Angaben von Einzelfahrten Fahrt per E-Mail an Seniorenbeirat@stuhr.de, H-Hettler@stuhr.de oder per Telefon unter (0421) 5695130.