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Moordeicher feiern goldene Hochzeit Theaterbesuch inspirierte Teenager zur Annäherung

Von Dirk Hamm | 19.05.2017, 09:31 Uhr

Im Schullandheim hat es gefunkt: Birthe und Manfred Boßmann aus Moordeich haben heute vor 50 Jahren geheiratet.

Sie bezeichnet sich scherzhaft als „Kieler Sprotte“, er stammt vom Rande des Teufelsmoores, und in Bremen haben sie gemeinsam die Schulbank gedrückt: Birthe und Manfred Boßmann aus Moordeich feiern heute goldene Hochzeit.

Jubilare drückten gemeinsam die Schulbank

Seit der siebten Klasse kennen sich die goldenen Jubilare, sie besuchten zusammen die Mittelschule in der Neustadt. Auch bei den Proben in der Theatergruppe und danach in der Eisdiele haben sie sich gesehen. „Geknistert“ habe es dann mit 15, beim Aufenthalt im Schullandheim, verraten die beiden 69-Jährigen. „Als wir das Stück ‚Frühlings Erwachen’ in Bremen gesehen haben, war das für uns richtungsweisend“, sagt Manfred Boßmann mit einem Schmunzeln.

Noch im selben Jahr Zwillinge zur Welt gebracht

Das Jahr 1967 war ein besonderes für die Eheleute: Am 19. Mai traten sie in Hemelingen vor den Traualtar, und noch im selben Jahr kamen die Zwillinge Björn und Kai zur Welt. Familiengründung, Ausbildung und Beruf, das alles unter einen Hut zu bringen, hat das junge Ehepaar von Anfang an zusammengeschweißt, „durch alle Höhen und Tiefen“, wie sie betonen.

Familie anfangs mit einem Job über Wasser gehalten

Manfred Boßmann studierte Maschinenbau, arbeitete bis zum Untergang der AG Weser 1983 als Ingenieur auf der Werft. Danach ging es beruflich im Mercedes-Werk in Bremen weiter, zuletzt als Teamleiter in der Logistikplanung. Birthe Boßmann hat während des Studiums ihres Mannes die junge Familie als Erzieherin in einem Bremer Kindergarten finanziell über Wasser gehalten. Nach einer Familienphase arbeitete sie dann später viele Jahre in einem Bremer Kinder- und Jugendhaus.

Dreimal in der Woche in die „Muckibude“

Zu den Hobbys der Boßmanns, die seit 36 Jahren in Moordeich wohnen, gehört die Beschäftigung mit den sechs Enkeln. Darüber hinaus halten sie sich auf vielfältige Weise fit: Er spielt mit den Söhnen regelmäßig Tennis und Fußball, gemeinsam gehen die beiden dreimal in der Woche in die „Muckibude“ und außerdem zum Tanzen beim TV Stuhr.