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Musikfestival im Rathaus 17. Jazzfest Stuhr bietet wilden Stilmix

Von Dirk Hamm | 05.01.2016, 20:25 Uhr

Von lateinamerikanischen Rhythmen bis zu verjazztem Bach: Das 17. Jazzfest Stuhr hat Ende Januar eine bunte Vielfalt an Stilen zu bieten.

Es bleibt alles beim Alten beim Jazzfest Stuhr: Wenn Ende Januar im Rathaus die 17. Auflage des Festivals steigt, können sich die Besucher an zwei Tagen auf Darbietungen renommierter Künstler freuen. An den Tagen vor und nach den Konzerten mit den Profis gehört die Bühne im Ratssaal den Ensembles der Kreismusikschule. Den Auftakt des viertägigen Jazzfests bildet am Donnerstag, 28. Januar, 19 Uhr, das Jazzforum der Kreismusikschule.

Neues und Experimentelles am Freitagabend

Für den Freitag- und Samstagabend sind vier Formationen verpflichtet worden, die laut Ankündigung des künstlerischen Leiters, Jens Schöwing, „Jazz auf höchstem Niveau“ versprechen. Nach Angaben Schöwings bieten die Konzerte am Freitag ab 20 Uhr vor allem „Neues, Frisches und Experimentelles“. Denn Cnirbs aus Hamburg und Jin Jim aus Bonn seien „zwei äußerst originelle und unterhaltsame Bands“, die einen „wilden Stilmix jenseits aller Schubladen“ präsentieren.

Wilde Improvisationen, weltweite rhythmische Komplexitäten, dazu spaßige Anleihen aus volkstümlicher Trinkmusik – das Trio Cnirbs wagt sich an einen besonderen musikalischen Spagat, wie den Informationen Jens Schöwings zum Jazzfest-Programm weiter zu entnehmen ist. Die Modern-Jazz-Rocker von Jin Jim dagegen verbinden folkloristische Elemente mit Hip-Hop-Beats, lassen südamerikanische Töne ebenso einfließen wie barocke Einschübe. Die verschiedenen Einflüsse werden vom Spiel der Querflöte zusammengehalten.

Quartett hat verjazzte Bach-Stücke im Programm

Wer eher auf Bewährtes setzen möchte, auf Jazz „in geordneten Bahnen“, so Schöwing, der sollte sich den Samstagabend, ebenfalls ab 20 Uhr, vormerken. Der künstlerische Leiter steht dann selbst auf der Bühne, wenn das Bremer Quartett Blue Note Bach verjazzte Stücke des großen Komponisten wie das „Wohltemperierte Klavier“ sowie eigene Kompositionen spielt.

Sechs Ostfriesen und eine Russin bilden die Gruppe Tin Tin Deo. Die Band, die als einzige einen Gesangspart aufzuweisen hat, spannt einen weiten Bogen über viele lateinamerikanische Musikstile. Das Big-Band-Konzert der Kreismusikschule bildet dann am Sonntag, 31. Januar, 11 Uhr, traditionell den Abschluss des Jazzfests, der Eintritt ist hier ebenso wie für das Jazzforum frei.

Eintrittskarten für die Konzerte am Freitag und Samstag sind für 15 Euro – in Kombination für 25 Euro – im Bürgerbüro Stuhr und im dk-Kundencenter erhältlich.