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NABU erfreut Babyboom bei Schleiereulen in Stuhr

Von Dirk Hamm | 13.10.2015, 19:43 Uhr

Der NABU Stuhr freut sich über regen Zuwachs bei den Schleiereulen. Für die Erstsichtung eines Steinkauzes wurde eine Belohnung ausgesetzt.

Die Stuhrer Aktiven des Naturschutzbundes (NABU) freuen sich in diesem Jahr über einen kräftigen Aufschwung in der Schleiereulen-Population. „Allein auf Stuhrer Gebiet konnten 16 Brutpaare mit 86 Jungvögeln gezählt werden. Zudem wurden weitere fünf Brutpaare außerhalb von Stuhr in den von uns installierten Kästen registriert“, hat Erich Sigloch mitgeteilt. Der Varreler beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit diesem markanten, nachtaktiven Zweig der Vogelwelt. In dieser Zeit hat es laut Sigloch nur im Rekordjahr 2007 einen größeren Bestand an brütenden Schleiereulen in Stuhr gegeben.

Mäuseboom beschert Bruterfolge

Der Grund für die gestiegene Brutfreudigkeit ist in der Entwicklung bei einer anderen Tierart zu suchen, erklärt der Vogelexperte: „Ein Mäuseboom bescherte die erfreulichen Bruterfolge.“ Insbesondere bei den Feldmäusen habe die Mäuse-Population in diesem Jahr stark zugenommen. Somit finden die Eulen ausreichend Nahrung, um sich für das Ausbrüten von Eiern zu entscheiden. Aus seinen jahrelangen Beobachtungen weiß Erich Sigloch, dass bei zu geringer Nahrungsgrundlage bis zu 80 Prozent der Schleiereulenpaare keinen Nachwuchs produzieren.

50 Euro Belohnung für Erstmeldung von Steinkauz

Daneben gefährden vor allem schneereiche Winter den Bestand an Schleiereulen. Deshalb richtet der NABU-Aktivist einen Appell an die Landwirte: „Macht im Winter eure Scheunen und Ställe zugänglich.“

Zufrieden ist der NABU Stuhr auch mit dem konstanten Bestand an Turmfalken. 13 Paare nisten laut Erich Sigloch derzeit in der Gemeinde. Dagegen ist der Steinkauz noch nicht gesichtet worden. Demjenigen, der eine Erstsichtung melden und auch belegen kann, winken 50 Euro Belohnung. Hinweise nimmt Sigloch unter Telefon (04221)30560 entgegen.