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Nachmittag in Stuhr Hospizverein lässt Angehörige von Gestorbenen sprechen

Von Frederik Grabbe | 06.10.2018, 10:35 Uhr

Stuhr-Brinkum Angehörige sind einem sterbenden Menschen am nächsten. Sie lässt der Hospizverein Stuhr bei einem Nachmittag nun sprechen, um über Tod und Trauer aufzuklären.

Sterben ist weitestgehend ein gesellschaftliches Tabu-Thema. Das will der Hospizverein Stuhr ändern. Am Samstag, 13. Oktober, der gleichzeitig Welthospiztag ist, erzählen Angehörige, wie sie den Tod eines geliebten Menschen erlebt und verarbeitet haben.

Herausforderung für Angehörige

Ab 15 Uhr lädt der Verein in den Räumen an der Bahnhofstraße 14 in Stuhr-Brinkum zu einem öffentlichen Hospiznachmittag ein. „Für einen geliebten Menschen an seinem Lebensende bis zum Tod zu sorgen – ob im eigenen häuslichen Umfeld oder in einer pflegerischen Einrichtung – stellt für Angehörige häufig eine große zeitliche und emotionale Herausforderung dar“, schreibt der Verein in der Ankündigung vorab. In dieser schwierigen Situation bieten ambulante Hospizdienste eine kostenfreie Entlastung. Ehrenamtliche qualifizierte Hospiz-Begleiter machen es möglich. Wie sie konkret helfen, soll Thema beim Hospiznachmittag sein.

Austausch inkleinen Gruppen

In entspannten, kleinen Runden berichten Angehörige von ihren Erfahrungen mit dieser Art der Sterbebegleitung durch den Hospizverein Stuhr. Im Laufe des Nachmittags stehen Angehörige, Hospiz-Begleiterinnen und Begleiter und die Koordinatorin Ursula Krafeld für Fragen der Besucher zur Verfügung. Eine Kaffee- und Kuchentafel ist ebenfalls vorhanden.

Reihe um Hospizarbeit wird fortgesetzt

Der Hospiznachmittag „Sterbebegleitung durch einen ambulanten Hospizdienst – Erfahrungsberichte von Angehörigen“ ist Teil einer Reihe öffentlicher Hospizabende des Hospizvereins Stuhr. „Dabei referieren ausgesuchte Dozentinnen und Dozenten über das Sterben, den Tod und die Trauer, heißt es in der Mitteilung des Vereins. Es werden jeweils spezielle Themen an unterschiedlichen Veranstaltungsorten in der Gemeinde in den Fokus gerückt, heißt es weiter. Das nächste Angebot aus dieser Reihe steht auch schon vor der Tür: Am 6. November wird über das Thema „Bewegungsinteraktion in der Sterbebegleitung“ informiert. Die Veranstaltung ist allerdings bereits ausgebucht, teilt der Hospizverein mit.

Verein ist immer ansprechbar

Die Koordinatorin des Vereins, Ursula Krafeld, informiert gerne über die Angebote in der Hospizarbeit. Sie ist unter der Telefonnummer (0151) 75012431 erreichbar. In den Räumen des Hospizvereins an der Bahnhofstraße sind ebenfalls Ansprechpartner verfügbar. Die Räume sind jeden Donnerstag von 15 bis 17 Uhr geöffnet.