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Neophyten und Jacobskreuzkraut Aggressive Pflanzen breiten sich in Stuhr aus

Von Dirk Hamm | 06.07.2018, 08:52 Uhr

Mit Riesenbärenklau und Japanischem Staudenknöterich haben sich schädliche Pflanzenarten in Stuhr angesiedelt. Das Jacobskreuzkraut bleibt weiterhin ein Problem.

Bereits seit einigen Jahren bereitet das sich aggressiv ausbreitende Jacobskreuzkraut den Naturschützern in der Gemeinde Stuhr Sorgen. Inzwischen rücken zwei weitere Wildpflanzenarten, die andere Arten zu verdrängen drohen, in den Blickpunkt, wie Stuhrs Umweltbeauftragter Marc Plitzko erläutert: Beim Riesenbärenklau und dem Japanischen Staudenknöterich handelt es sich um Neophyten, um nicht von Natur aus in unserer Region vorkommende Arten. „Neophyten können sowohl auf den Menschen als auch auf die Umwelt negative Einflüsse haben“, erklärt Plitzko.

Herkulesstaude wird bis zu vier Meter groß

Der Riesenbärenklau, der auch als Herkulesstaude bezeichnet wird, kann bis zu vier Meter in die Höhe schießen. Er sei bereits im Süden der Gemeinde an der Grenze zu Bassum gesichtet worden, so Plitzko. Wer dem Eindringling zu Leibe rücken möchte, sollte vorsichtig sein, mahnt der Umweltbeauftragte: „Bei der Berührung gelangen Gifte an die Haut, was unter Sonneneinstrahlung zu Hautentzündungen, Schwellungen und Blasenbildung führen kann.“ Deshalb sollte bei der Entfernung des Riesenbärenklaus auf den Schutz des ganzen Körpers geachtet werden.

Japanischer Staudenknöterich noch dominanter

Auch der Japanische Staudenknöterich erreicht stattliche vier Meter. Diese Neophytenart sei nicht giftig, aber in ihrer Ausbreitung noch dominanter und somit eine Gefahr für einheimische Pflanzenarten, erklärt Plitzko. Außerdem stelle das Jacobskreuzkraut, das nicht zu den Neophyten zählt, unverändert ein Problem dar: „Sowohl für den Menschen als für Tiere ist es sehr stark giftig.“

Auf gemeindeeigenen Grundstücken beseitige der Baubetriebshof die schädlichen Pflanzen. Darüber hinaus sind laut Plitzko die privaten Eigentümer aufgerufen, auf ihrem Grund und Boden gegen die Neophyten und das Jacobskreuzkraut vorzugehen.