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Neujahrskonzert 2016 auf Gut Varrel Klassischen Philharmonie NordWest

Von Antje Cznottka | 03.01.2016, 20:40 Uhr

Schwungvoll sind die rund 40 Musiker der Klassischen Philharmonie NordWest in der Scheune des Guts Varrel in Stuhr ins neue Jahr gestartet. 450 Gäste lauschten dem Neujahrskonzert.

Ein besonderes Neujahrskonzert hat Ulrich Semrau, Dirigent und musikalischer Leiter der Klassischen Philharmonie NordWest, gestern in der Scheune des Guts Varrel in Stuhr angekündigt. 2016 feiere das Orchester seinen 20. Geburtstag. Dazu hatte Semrau das Programm „Mit Musik und Schwung ins neue Jahr“ zusammengestellt, das sich im ersten Teil auf „leichte“ Klassik von Grieg, Mozart und Saint-Saëns konzentrierte, im zweiten Teil dann auf schwungvolle Märsche, Polkas und Walzer setzte.

Klassische Philharmonie NordWest spielt Beschwingtes zum Jahresanfang 2016

„In diesem Jahr ist das Programm wieder mehr typisches Neujahrskonzert“, erklärte Semrau. Ein bisschen Klassik könne das Orchester aber durchaus bringen, fügte der Dirigent an und der folgende Applaus gab ihm recht. „Wir haben versucht etwas beschwingtes zum Jahresanfang zu finden“, fasste Semrau zusammen. Die Ouvertüre zur Hochzeit des Figaro von Mozart machte den Anfang.

Als hätte Semrau geahnt, dass am Tag des Neujahrskonzertes der erste Schnee des Jahres fallen sollte, führte die musikalische Reise im Anschluss zu Geistern und Kobolden im hohen Norwegen mit Griegs „Peer-Gynt-Suite“. Es folgte ein weiteres „gruseliges“ Stück, dem „Danse Macabre“ von Saint-Saëns. „Das alte Jahr wurde mit dem Totentanz zu Grabe getragen“, interpretiert Zuhörerin Rita Wolff. „Die schwungvollen Stücke danach symbolisieren das neue Jahr.“

Neujahrskonzert in Stuhr bietet 2016 Überraschungen

Das Programm hielt neben diesen Stücken auch Überraschungen, wie „Im Krapfenwaldl“ von Johann Strauss, für die rund 450 Gäste in der fast vollbesetzen Scheune bereit. Das Stück beschreibe den Spaziergang eines Liebespaares durch ein Naherholungsgebiet bei Wien, den Krapfenwaldl, erzählte Semrau. Dazu verließ der Dirigent gewohnte Pfade und griff selbst zum Instrument. Er sorgte auf der Flöte für die Kuckucksrufe in dem „witzigen“ Stück.

Klassische Philharmonie NordWest bietet vielschichtiges Programm beim Neujahrskonzert 2016

Das Programm wurde im zweiten Teil außerdem vom Florentiner Marsch, der Schnell-Polka „Bahn frei“, dem Einzugsmarsch aus „Der Zigeunerbaron“, „An der schönen blauen Donau“ und dem „Radetzky-Marsch“ abgerundet. „Mir gefällt bei der Philharmonie NordWest, dass man nicht immer dieselben Stücke hört wie überall. Das Programm ist so vielschichtig“, zieht Gast Martin Pfitzner Bilanz.