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Ortsfeuerwehr Brinkum auf Zack Blauröcke proben gleich vier schwierige Einsätze

Von Kai Hasse | 28.10.2017, 20:16 Uhr

Gleich vier realistische Einsatzübungen haben die Feuerwehrleute der Wehr Stuhr-Brinkum nun durchgespielt. Bei der Übung an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz waren 30 Kameraden beteiligt.

Die Übungsanlage der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz in Loy hatten sich die Feuerwehrleute aus Stuhr-Brinkum für vier realistische Szenarien zu Übungszwecken gemietet. Löschen und Retten stand auf dem Übungsplan. Für den tatsächlichen Ernstfall wollen sie gewappnet sein.

Mann will springen

Der erste Übungsfall: Person droht zu springen. Ein Kamerad mimte jemanden, der mit dem Sprung in den Tod drohte. Die Feuerwehrleute machten unterhalb des Fenster den „Sprungretter“ fertig, aber bereits mit Verhandlungen konnte man den Mann davon überzeugen, sein Vorhaben zu lassen.

Ein unbekannter Stoff, der aus einem Gebäude ausließ, und obendrein eine vermisste Person war das zweite Szenario. Die Kameraden mussten das Gelände absperren, unter Atemschutz die Person finden und retten. Dabei wurde es nochmals brenzlig, als ein weiterer Mann auf einem Besenwagen anrollte und mitten auf dem Gefahrenstoff anhielt, um zu sehen, „was eigentlich los ist“. Auch er musste in Sicherheit gebracht werden.

Entscheidungen im Sekundentakt

Die dritte Übung: Kellerbrand in einem dreigeschossigen Haus, in dem noch mehrere Personen eingeschlossen oder vermisst sind. Schlimmes Lagebild, Rauchentwicklung bis zum Dachgeschoss, Menschen rufen um Hilfe, hängen bewusstlos aus den Fenster, liegen auf dem Rasen. Die Einsatzkräfte mussten in Sekunden Entscheidungen treffen. Gleichzeitig mussten die Feuerwehrleute das Feuer bekämpfen, Menschen mit Drehleitern aus Fenstern retten und im Haus nach Menschen suchen. Die Arbeiten dauerten über eine Stunde.

Schwierig wurde es auch bei Übung vier: Ein Auto hatte bei einem Unfall einen Radfahrer auf abschüssigem Gelände unter sich begraben. Die Feuerwehrleute mussten ohne Rüstwagen agieren und den Mann behutsam unter dem Auto hervorholen. Alle Teilnehmer waren sich am Ende einig, diese Form der Ausbildung soll auch im kommenden Jahr wieder auf dem Dienstplan landen.