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Protestaktion an KGS Moordeich Lehrer und Schüler zeigen Solidarität mit Sozialarbeitern

Von Dirk Hamm | 16.06.2015, 19:58 Uhr

Mit einer Protestaktion haben sich Lehrer und Schüler der Lise-Meitner-Schule solidarisch mit den Sozialpädagogen erklärt. Diese hatten vier Wochen lang gestreikt.

Die Lehrkräfte und zahlreiche Schüler der Lise-Meitner-Schule haben gestern Vormittag mit einer Demonstration während der ersten großen Pause lautstark ihre Wertschätzung für die Arbeit der Sozialpädagogen an der Kooperativen Gesamtschule und im Jugendtreff No Moor zum Ausdruck gebracht. „Ansprechpartner“, „immer ein offenes Ohr“, „Drogenprävention“, „Freizeitangebote“, „Streit schlichten“, „Berufsorientierung“ – das waren nur einige der Stichworte und Charakterisierungen, die die Lehrer auf Zetteln hochhielten.

Mit den Konterfeis der Sozialpädagogen Karl Sa-gemann, Andrea Schattner, Marcel Kotrc und Silke Amrhein, die am KGS-Standort Moordeich arbeiten, maskiert zogen die Lehrer dann über den Schulhof. „Wir haben gesagt: Während der Schlichtung springen wir ein. Der Protest muss weitergehen“, begründete KGS-Lehrer Peter Willemer, warum die Solidaritätskundgebung zum jetzigen Zeitpunkt stattfand, nach dem vorläufigen Ende des vierwöchigen Streiks der Erzieher und Sozialarbeiter. „Im Kollegium herrscht Konsens, dass die Kollegen in den Sozialberufen völlig unterbezahlt sind“, ergänzte Willemer. Und Simone Lucas mahnte: „Bei den schlechten Arbeitsbedingungen wird es extrem schwierig werden, in den sozialen Berufen Nachwuchskräfte zu rekrutieren.“

Dass die Arbeit der Sozialpädagogen unverzichtbar ist, daran ließ Schülervertreterin Viktoria Hinke keinen Zweifel: „Wir Schüler können uns immer auf sie verlassen, sie sind ein Zufluchtsort. Die Sozialpädagogen bekommen zu wenig Anerkennung.“