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Räumlich ans Limit gestoßen Firma Borrmannplus verlässt den Standort Stuhr

Von Dirk Hamm | 02.04.2019, 21:32 Uhr

Die Firma Borrmannplus Verpackungen befindet sich auf dem Wachstumspfad. In Stuhr ist keine Ausdehnung möglich, deshalb folgt der Umzug nach Weyhe.

Auf unzähligen Warenpaletten finden sie Verwendung, die ebenso ultradünnen wie besonders belastbaren Stretchfolien aus Stuhr. Denn an der Werner-von-Siemens-Straße im Gewerbegebiet Stuhrbaum sitzt die Firma Borrmannplus Verpackungen, die sich neben der Auslieferung diverser Maschinen auf den Vertrieb dieses Materials für den sicheren Transport von Waren spezialisiert hat.

30 Mitarbeiter und drei Auszubildende

Allerdings werden die Stretchfolienrollen, von denen mehr als 13.000 Tonnen pro Jahr vor allem an Großkunden wie Handelsketten und Logistikunternehmen geliefert werden, bald nicht mehr in Stuhr gelagert, sondern einige Kilometer entfernt in der Nachbargemeinde Weyhe. Denn das Unternehmen, das 30 Mitarbeiter und drei Auszubildende – ab 1. August kommen zwei weitere hinzu – beschäftigt, zieht komplett in das dortige Gewerbegebiet Dreye-West III um.

Umzug soll Ende des Jahres erfolgen

Dort hat Borrmannplus nach Angaben von Sabine Heusmann, eine der beiden geschäftsführenden Gesellschafter der Firma, im vergangenen Jahr ein 15.000 Quadratmeter großes Gewerbegrundstück erworben. Auf der jetzigen Brachfläche soll ein Hallenneubau samt Büroräumen errichtet werden. Ein zweiter Hallenabschnitt soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen. Der Bauantrag ist laut Heusmann schon gestellt worden. Die zügige Bearbeitung durch die Gemeinde Weyhe vorausgesetzt, rechnet sie mit dem Beginn der Bauarbeiten in diesem Sommer. „Unser Wunsch ist es, Ende des Jahres umzuziehen“, sagt die Co-Chefin, die das Unternehmen gemeinsam mit Firmengründer Detlef Borrmann leitet.

Doppelte Lagerkapazität am neuen Standort

Damit kehrt der 2003 gegründete Systemanbieter für Transportverpackungen nach elf Jahren in Stuhr wieder nach Weyhe zurück. „Wir sind ein wachsendes Unternehmen. Am Standort Stuhr sind wir am Limit angekommen“, begründet Sabine Heusmann den geplanten Umzug. Die Lagerkapazitäten für die Verpackungsprodukte des nach eigenen Angaben zu den Top drei der Branche in Deutschland zählenden Anbieters sollen sich am neuen Firmensitz hingegen auf 6000 Quadratmetern verdoppeln.

Auch personelle Vergößerung geplant

An der Werner-von-Siemens-Straße muss das Unternehmen, das sich laut Heusmann nicht nur räumlich, sondern auch personell vergrößern möchte, kurzfristig auch den Wegfall einer angemieteten Lagerstätte kompensieren. Im Gewerbegebiet Dreye-West III, wo die Firma laut dem Weyher Wirtschaftsförderer Dennis Sander das letzte noch verbliebene große Grundstück ergattert hat, besteht nun genügend Platz zur Ausdehnung.

Stuhr konnte keine passende Fläche anbieten

Damit konnte die Gemeinde Stuhr nicht dienen, wie Stuhrs Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier auf Nachfrage erklärte: „Ich hätte das Unternehmen gerne in Stuhr gehalten. Ein Grundstück dieser Größenordnung konnte die Gemeinde aber im Augenblick nicht bieten.“ Wimmelmeier betonte zugleich, dass es „derzeit nicht viele Leerstände“ in den Stuhrer Gewerbegebieten gebe. „Es ist viel Bewegung im Markt. Wir haben eine sehr gute Ausnutzung der Flächen.“