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Rat beschließt Lärmaktionsplan Ein Konzept für weniger Verkehrslärm in Stuhr

Von Dirk Hamm | 16.12.2016, 18:53 Uhr

Der Stuhrer Gemeinderat hat auf seiner letzten Sitzung dieses Jahres einen Lärmaktionsplan beschlossen. Das vom Planungsbüro PGT Umwelt und Verkehr in Hannover ausgearbeitete Konzept benennt zunächst die ermittelten Schwerpunkte der Lärmbelastung in der Gemeinde

„Die örtliche Situation ist dadurch gekennzeichnet, dass die wesentliche Verlärmung vom Hauptverkehrsstraßennetz ausgeht, insbesondere von der Autobahn“, heißt es in dem Papier.

Als Belastungsbereiche mit Werten überwiegend oberhalb von 55 Dezibel in den Nachtstunden werden unter anderem die Varreler Landstraße und die Moordeicher Landstraße sowie als weitere Belastungsbereiche die Ortsdurchfahrt Groß Mackenstedt und der Einflussbereich der A1 aufgelistet.

Besserer Verkehrsfluss auf Varreler Landstraße im Blick

Um den Lärmpegel zu senken, empfiehlt der Lärmaktionsplan ein Bündel von Eingriffen, mit denen Verkehr vermieden, verlagert, verlangsamt und verstetigt werden soll. In Varrel etwa könne ein Gesamtkonzept mit Maßnahmen wie dem Einbau von Mittelinseln und Fahrbahnverengungen eine Verbesserung des Verkehrsflusses und eine Verminderung der Fahrgeschwindigkeiten bewirken.

Einige Ratsmitglieder äußern sich skeptisch

Zwar wurde der Lärmaktionsplan einstimmig angenommen, allerdings ließen einige Ratsmitglieder Zweifel daran erkennen, dass sich damit in absehbarer Zeit eine spürbare Entlastung der Bürger erzielen lasse. Sowohl Frank Schröder (CDU) als auch Jürgen Timm (FDP) gaben zu bedenken, dass die Gemeinde Stuhr wenig Einfluss auf Veränderungen bei den besonders lärmintensiven Hauptverkehrsstraßen habe. Grünen-Fraktionschefin Kristine Helmerichs begrüßte, dass der Plan „endlich“ beschlossen wurde.