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Restarbeiten auch noch 2019 Ende des Verkehrschaos auf A1 kommt in Sicht

Von Dirk Hamm | 15.11.2018, 18:20 Uhr

Das Ende der Dauerbaustelle auf der A1 in Stuhr rückt näher, vor Weihnachten soll die Fahrbahn fertig sein. Auch danach kann es aber noch zu Einschränkungen wegen Restarbeiten kommen.

Baustellen, Staus, Unfälle – seit Anfang 2017 nervt dieser Dreiklang die Autofahrer und Pendler auf der A1 zwischen der Anschlussstelle Brinkum und dem Bereich westlich des Autobahndreiecks Stuhr. Die massiven Verkehrsbehinderungen auf diesem Teilstück halten noch bis in den Dezember an, dann ist Besserung in Sicht. „Vor Weihnachten sollen die wesentlichen Arbeiten erledigt sein“, sagte Joachim Delfs, Leiter des Geschäftsbereichs Oldenburg der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, auf dk-Nachfrage.

Witterungsbedingte Risiken

Im vergangenen Jahr wurde die Betondecke der Fahrbahn Richtung Hamburg instand gesetzt, in diesem Jahr wird die Autobahn in der Gegenrichtung auf Vordermann gebracht. Nach der ursprünglichen Planung sollten die Arbeiten bereits Anfang November beendet sein. Delfs übt sich mit Blick auf die neue Zielmarke in Vorsicht: „Es bleiben witterungsbedingte Risiken, zum Beispiel, wenn es Dauerfrost geben solte.“

Zeitweise eine Fahrspur gesperrt

Ohnehin müsse auch noch zu Beginn des neuen Jahres, nach der Weihnachtspause, an der Autobahn gearbeitet werden. Dabei handele es sich um „Restarbeiten“ an den Fahrbahnrändern und Lärmschutzwänden. Die Autobahnnutzer müssen sich dann laut Delfs darauf einstellen, dass zeitweise noch einmal eine Fahrspur gesperrt wird. Zuvor soll im Verlauf des Dezember die alte Verkehrsführung schrittweise wiederhergestellt werden.

Zahl der Unfälle weiterhin hoch

Die in den ersten Monaten des Jahres von der Autobahnpolizei Ahlhorn registrierte dramatische Zunahme von Unfällen auf dem Stuhrer Streckenabschnitt der A1 in Richtung Osnabrück hat sich im weiteren Jahresverlauf fortgesetzt. Zwar konnte Albert Seeger, Sprecher der Polizeiinspektion in Delmenhorst, auf Nachfrage noch keine detaillierten Zahlen vorlegen, doch der Trend ist eindeutig: „Es läuft darauf hinaus, dass sich die Zahl der Unfälle gegenüber 2017 fast verdoppelt hat.“ Allerdings handele es sich meist um leichte Auffahrunfälle ohne Verletzte oder leichte Berührungen von Fahrzeugen.

Schwierige Abwägung

Joachim Delfs sieht sich in der Entscheidung für die sogenannte 4+0-Verkehrsführung während der Bauarbeiten – also vier Spuren auf der Fahrbahn gegenüber der Baustelle, zwei in jede Richtung – und gegen alternative Varianten wie „6+0“ mit deutlich engeren Spuren bestätigt. Delfs: „Es war eine Abwägung zugunsten einer Verkehrsführung mit höherer Stau-, aber geringerer Unfallwahrscheinlichkeit.“