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Richtfest für Praxisklinik Brinkum Patienten profitieren von Zusammenarbeit mit JHD

Von Dirk Hamm | 14.11.2018, 20:54 Uhr

Zur ambulanten Versorgung nach Brinkum, zur OP nach Delmenhorst: Patienten sollen von der Kooperation zwischen der entstehenden Praxisklinik Brinkum und dem JHD profitieren.

Der Konsolidierungskurs des Josef-Hospitals Delmenhorst (JHD) wird mit einem neuen Kooperation weiter untermauert. Am 1. November sind das städtische Krankenhaus an der Wildeshauser Straße und die künftige Praxisklinik Brinkum eine Partnerschaft eingegangen. Damit soll nach Angaben von JHD-Geschäftsführer Florian Friedel im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie eine besser verzahnte ambulante und stationäre Versorgung der Patienten in der Region gewährleistet werden.

An räumliche Grenzen gestoßen

„Wir wollen in den kommenden Jahren wachsen und in der Öffentlichkeit präsenter werden. Dazu gehört, dass wir mit niedergelassenen Ärzten enger zusammenarbeiten“, sagte Friedel am Mittwoch. „Prominentestes Beispiel“ sei die Kooperation mit dem Team der Praxisklinik Brinkum. Diese ist derzeit noch als Chirurgie Weyhe in der Stuhrer Nachbargemeinde an ihre räumlichen Grenzen gestoßen.

Eröffnung im Frühjahr 2019

Das soll sich bald ändern. Denn in Brinkum ist in den vergangenen Monaten der Neubau des medizinischen Versorgungszentrums an der Bremer Straße 79 plangemäß vorangeschritten. Am Mittwoch konnte auf der Baustelle Richtfest gefeiert werden. „Ich denke, dass wir die Eröffnungsfeier für das Frühjahr 2019 planen können“, sagte Dr. Tobias Brockmöller, nachdem der Richtkranz über dem Rohbau hochgezogen worden war.

Vier Ärzte sind Gesellschafter

Brockmöller wird in der künftig mit einer Fläche von 1200 Quadratmetern deutlich geräumigeren Praxisklinik weiterhin für die Orthopädie und Unfallchirurgie zuständig sein. Weitere Gesellschafter sind die Gefäßspezialistin Margarete Bomhoff, der Sportmediziner und Unfallchirurg Dr. Steffen Burkhardt sowie Ives Garre als Facharzt für Proktologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie.

Spektrum wird deutlich erweitert

„Mit der Kooperation mit dem JHD wird sich unser Spektrum deutlich erweitern. Wir blicken optimistisch in die Zukunft“, sagte Brockmöller. Die Praxisklinik, die auch über einen Trakt für kleinere operative Eingriffe sowie vier Übernachtungsbetten verfügen wird, charakterisierte er als „mehr als eine Praxis und ein bisschen weniger als ein Krankenhaus“.

Keine Konkurrenz für das JHD

Florian Friedel betonte, in der Praxisklinik sehe er „keine Bedrohung“ für das JHD. Im Gegenteil profitierten beide Einrichtungen sowie die Patienten von der Zusammenarbeit. Laut Dr. Brockmöller werde es dem Ärzteteam künftig beispielsweise möglich sein, Arthrosepatienten, die in der Praxisklinik behandelt werden, im JHD eine Knieprothese einzusetzen.