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Seniorenbeirat neu gewählt Jede Woche Sprechstunde im Rathaus

Von Dirk Hamm | 19.06.2015, 19:29 Uhr

Der Stuhrer Seniorenbeirat ist erstmals per Briefwahl gewählt worden. Die wöchentliche Sprechstunde im Rathaus bleibt erhalten.

Eine Wahlbeteiligung von 25 Prozent – das hört sich nicht nach viel an, ist aber ein Meilenstein für den Seniorenbeirat der Gemeinde Stuhr. Denn die Interessenvertreter der Bürger ab 60 Jahren wurden zuvor auf Versammlungen von wenigen hundert Besuchern per Handhochheben auserkoren. Jetzt ist die Zusammensetzung des Gremiums per Briefwahl erfolgt, mehr als 2500 Stimmen wurden abgegeben.

„Das stärkt die Legitimation des Seniorenbeirats“, meinte Bürgermeister Niels Thomsen bei der Vorstellung des neuen Beirats im Rathaus. Das Gremium hat bereits seinen neuen Vorstand gewählt, Vorsitzende bleibt wie seit 2011 Dagmar Bischof.

„Manche brauchen auch einfach mal ein offenes Ohr“

Ein zentrales Angebot des Seniorenbeirats soll auch in Zukunft die wöchentliche Sprechstunde in einem eigenen Büro im Rathaus sein, erklärte Bischof. Zu Themen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Antrag auf Schwerbehindertenausweis oder Minijobs im Haushalt geben Beiratsmitglieder jeden Dienstag von 9.30 bis 12 Uhr in Raum 232 Auskunft. Drei bis vier Ratsuchende würden die Sprechstunde jede Woche nutzen, berichtete die Vorsitzende.

„Manche brauchen auch einfach mal ein offenes Ohr, auch für sie haben wir immer Zeit“, sagte die Brinkumerin, die zugleich feststellte, dass viele Senioren den Weg ins Rathaus scheuten. Deshalb wolle der Seniorenbeirat in Zukunft hin und wieder vor Ort in den Ortsteilen Beratung anbieten. An den jährlichen Podiumsdiskussionen zu einem bestimmten seniorenrelevanten Thema und den sonstigen Infoveranstaltungen wolle der Beirat festhalten.