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Spendeninitiative der Kirchen Stuhrer Geistliche rufen zur Hilfe für Flüchtlinge auf

Von Dirk Hamm | 04.06.2015, 23:32 Uhr

Die Kirchengemeinden in Stuhr rufen gemeinsam zur Unterstützung einer Hilfsinitiative für Bürgerkriegsflüchtlinge in der Osttürkei auf. Die Menschen sollen eine Perspektive vor Ort erhalten.

Die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Stuhr wollen mehr tun, um den Menschen, die vor dem Bürgerkrieg in Syrien und dem Terror des „Islamischen Staates“ fliehen, vor Ort zu helfen. In einem gemeinsamen Aufruf mit Bürgermeister Niels Thomsen rufen die Pastoren die Bürger zur finanziellen Unterstützung der Hilfsinitiative auf.

Die Betonung liegt dabei laut Pastor Robert Vetter von der evangelischen Kirchengemeinde Stuhr auf „Hilfe vor Ort“. Denn es sei wichtig, so der Geistliche, „den Menschen in den Nachbarländern der Krisengebiete eine Perspektive zu geben, damit sie nicht mit Hilfe verbrecherischer Schleuser weiter flüchten“. Konkret soll die Hilfe dem in Stuhr ansässigen Hilfs- und Solidaritätsverein der Dorfgemeinschaft Oguz zugute kommen. Dieser helfe bei der Unterbringung und Versorgung von derzeit 269 Menschen in dem vor Jahrzehnten verlassenen Dorf im Osten der Türkei.

Jugendliche unterstützen Initiative mit Verkauf von alkoholfreien Cocktails

Für die Varreler Pastorin Eike Fröhlich geht es auch darum, die Bürger in Stuhr über die Lebensverhältnisse in den Krisengebieten des Nahen Ostens und Nordafrikas zu informieren. „Wir sind in den Kirchengemeinden in der Lage, die Menschen direkt zu erreichen“, sagte Fröhlich. So hätten sich Jugendliche vorgenommen, mit dem Verkauf von alkoholfreien Cocktails beim Gemeindefest am 5. Juli die Hilfsinitiative zu unterstützen. Außerdem sollen Kollekten für die Flüchtlingshilfe gesammelt werden.