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Sprache spielerisch erlernen Stuhrer Tüftler erfindet eigenes Lernspiel

Von Dirk Hamm | 11.05.2016, 21:30 Uhr

„Lettower“, so heißt ein neues Lern- und Integrationsspiel, das bald auf den Markt kommen soll. Ausgedacht wurden die Regeln in einer Stuhrer Privatwohnung.

Sie sehen auf den ersten Blick aus wie Teile eines Memory-Spiels, die kleinen bunten Karten, die Christoph Lilienthal auf dem Küchentisch ausgebreitet hat. Die Teile gehören zu einem ganz neuen Lern- und Integrationsspiel, das der Brinkumer zusammen mit einem Bremer Freund, Alexander Wolf, entwickelt hat. „Lettower“ ist der Name des Spiels, das im Sommer auf den Markt kommen soll.

Auch Flüchtlinge als Zielgruppe im Blick

Die Grundidee der Erfindung der beiden jungen Männer ist es, Menschen das Erlernen der deutschen Sprache auf spielerische Art und Weise zu erleichtern. Unter anderem Flüchtlinge haben Lilienthal, der bei einem großen deutschen Automobilhersteller beschäftigt ist, und Wolf, der im Außendienst einer Krankenkasse arbeitet, als Zielgruppe im Blick, aber nicht nur. „Das Spiel eignet sich auch hervorragend zum Gehirnjogging“, ist Lilienthal überzeugt. Der Integrationsgedanke kommt bei dem Spiel, das in den Versionen Deutsch-Englisch und Deutsch-Arabisch entwickelt wurde, auch darin zum Tragen, dass die beiden Partner die Exemplare in den Delme-Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Bassum zusammenfügen und verpacken lassen wollen.

101 Karten mit Bildern und Wörtern

Seit Kindertagen begeistern sich die beiden Freunde für Brettspiele. Ein Zufallsfund auf Opas Dachboden regte sie zur Entwicklung eines eigenen Spiels an, der Prototyp ist nach rund halbjährigem Tüfteln fertig. „Lettower“, der Name des Spiels, setzt sich aus den englischen Wörtern für Buchstabe (letter) und Turm (tower) zusammen. Gespielt wird mit 101 bebilderten Karten, auf denen jeweils ein Tier oder ein Gegenstand aus dem Alltag abgebildet ist, dazu das deutsche Wort und seine Entsprechung auf Englisch oder Arabisch. Im Verlauf des Spiels bilden sich kleine Kartenstapel, die es abzubauen gilt.

Erfinder wollen Teil der Einnahmen spenden

Knapp unter 20 Euro peilen Lilienthal und Wolf als Verkaufspreis für Privatpersonen an, für Einrichtungen wie Schulen soll es einen Mengenrabatt geben. Sollte „Lettower“ auf eine genügende Nachfrage stoßen, wollen die beiden Spielerfinder einen Teil der Einnahmen spenden.