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Starke Männer wetteifern im Kilt Highland Games am Steller See

Von Dirk Hamm | 05.07.2015, 18:51 Uhr

Kraft, Technik, Präzision: Das alles war bei den ersten Highland Games am Steller See gefragt. Viele der Hobbyathleten gingen im Schottenrock an den Start.

Der rekordverdächtigen Temperaturen hätte es am Samstag auf dem Gelände des Märchencampings am Steller See gar nicht bedurft, um starke Männer gehörig ins Schwitzen zu bringen: 28 Hobbyathleten warfen Speere, Hämmer und schwere Steinbrocken durch die Luft, ließen Baumstämme Purzelbaum schlagen und schossen mit Pfeil und Bogen auf die Zielscheibe. Kurzum: Der Campingplatz am Steller See war zum ersten Mal Austragungsort von High-land Games.

Diese Form des sportlichen Wettbewerbs ist so schottisch wie Single Malt Whisky. So waren die Wertungsrichter, die Chiefs, und viele der Teilnehmer in Kilts gewandet. Und die Zweier-Teams, die reihum die insgesamt sieben Disziplinen absolvierten, traten als Clans gegeneinander an.

„Alles Kopfsache und eine Frage der Technik“

Dabei kam es nicht etwa auf schiere Kraftprotzerei an, um erfolgreich zu sein. Beim Baumstammwerfen etwa ist nicht die Weite entscheidend, sondern der sperrige Wurfgegenstand muss möglichst parallel zur vorgegebenen Linie zu liegen kommen.

„Alles Kopfsache und eine Frage der Technik“, meinte dazu Stefan Vincon. Der Dauercamper am Steller See hatte nie zuvor an Highland Games teilgenommen. Er wurde vom Betreiber-Ehepaar des Platzes, Birgit und Uwe Reiter, angesprochen und meldete sich spontan an. Spezielles Training war nicht erforderlich – als Getränkefahrer brachte der Neuling genügend Kraft und Geschicklichkeit mit.

Der Bremer Schottland-Fan Heiko Matz, der die private Veranstaltung organisiert hat, zeigte sich mit der Premiere, die auch viele Camper neugierig verfolgten, zufrieden. Und richtete den Blick bereits nach vorne: „Ich rechne fest damit, dass es nächstes Jahr noch ein Stück größer sein wird.“