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Straße stundenlang gesperrt Viele hundert Liter Diesel in Brinkum ausgelaufen

Von Dirk Hamm | 23.04.2018, 18:50 Uhr

Nichts ging mehr am Montagvormittag auf der Carl-Zeiss-Straße im Gewerbegebiet Brinkum-Nord: Hunderte Liter Dieselkraftstoff waren aus dem beschädigten Tank eines Lastwagens ausgelaufen, die Straße musste für mehrere Stunden gesperrt werden.

Der Lasterfahrer wollte gegen 8.30 Uhr von einem Firmengelände an der Carl-Zeiss-Straße in den fließenden Verkehr einfahren. Beim Überfahren einer Metallschwelle riss er sich den Dieseltank des Fahrzeugs auf, wie die Polizei berichtete.

Nachdem der Fahrer den Schaden bemerkt hatte, lenkte er den Laster auf den Betriebshof einer benachbarten Spedition und alarmierte die Feuerwehr. 100 bis 200 Liter Kraftstoff hatten sich da bereits auf der Straße verteilt, jetzt quollen laut Polizei noch einmal mehrere hundert Liter Diesel aus dem lädierten Tank und versickerten im Erdreich.

Diesel drohte in die Ochtum zu fließen

Nach Angaben von Feuerwehrsprecher Matthias Thom rückten Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Brinkum, der Einsatzleitwagen aus Fahrenhorst sowie der Gefahrgut-Gerätewagen der Kreisfeuerwehr an. Vor Ort wurde festgestellt, dass Kraftstoff bereits in die Regenwasserkanalisation gelaufen war und die in der Nähe verlaufende Ochtum zu verschmutzen drohte.

Während eine speziell dafür ausgerüstete Firma die Fahrbahndecke der Carl-Zeiss-Straße reinigte, kümmerten sich die Feuerwehrleute auf dem Speditionshof um den überwiegenden Teil der ausgetretenen Flüssigkeit. Der Regenwasserkanal wurde laut Thom mit einer aufblasbaren Blase abgedichtet, auf der Ochtum wurde eine schwimmende Ölbarriere ausgebracht. Ein Entsorgungsunternehmen reinigte den Regenwasserkanal mit einem Spül-/Saugwagen. Insgesamt hatten Feuerwehr, Polizei, Gemeinde und Untere Wasserbehörde rund 30 Kräfte im Einsatz.

Polizei kritisiert Verhalten einiger Autofahrer

Die Polizei bemängelte, dass „diverse uneinsichtige Autofahrer die eingerichtete Straßensperrung umfuhren und diesem Wege den Kraftstoff auf angrenzende Straßen verteilten“. Dies habe für erheblichen zusätzlichen Arbeitsaufwand gesorgt.

Gegen Mittag war der Einsatz für die meisten der beteiligten Kräfte beendet und die Straße wieder für den Verkehr freigegeben.