Ein Angebot der NOZ
Ein Artikel der Redaktion

Umstrittene Stundentafeln Lise-Meitner-Schule fürchtet um ihr Profil

Von Dirk Hamm | 09.06.2015, 21:11 Uhr

Neue bildungspolitische Vorgaben aus Hannover bereiten Kopfzerbrechen an der KGS Die Leitung sieht die Profilklassen in Gefahr.

Die Leitung der Kooperativen Gesamtschule Moordeich (Lise-Meitner-Schule) fürchtet um den Fortbestand ihres Profilunterrichts als besonderes Qualitätsmerkmal der Schule. Grund sind die derzeit im Landtag in Hannover diskutierten sogenannten untergesetzlichen Regelungen zum neuen Schulgesetz. Sollten diese in der aktuellen Fassung in Kraft treten, wäre die Schulleitung an der Lise-Meitner-Schule gezwungen, zwei Stundentafeln aufzustellen, zwischen denen die Eltern wählen können: eine mit 30 Wochenstunden und eine, die 32 Wochenstunden umfasst.

Damit gehe eine Reduzierung der bisherigen Gesamtstundenzahl der Schuljahrgänge 5 bis 10 von 192 auf dann 179 beziehungsweise 185 einher, erläuterte der didaktische Leiter der KGS Moordeich, Josef Fittkau. Die Folge: Es wird eng für den stark spezialisierten Profilunterricht, der in den Bereichen Spanisch als dritte Fremdsprache, Kunst in Kombination mit Gesellschaftswissenschaften und MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) angeboten wird. Je nachdem, in welchem Zahlenverhältnis die Eltern ihre Sprösslinge für eine der beiden Stundentafeln anmelden, könnten die Profile nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr angeboten werden, befürchtet Fittkau.

„Wir haben uns in den vergangenen zehn Jahren mit den Profilen als KGS in der Schullandschaft profiliert“, sagte Direktorstellvertreter Torsten Mehrwald gestern bei einem Besuch des Landtagsabgeordneten Volker Meyer (CDU). Dieser versprach, die Problematik im Landtag anzusprechen. Allerdings handele es sich um eine Entscheidung auf Verwaltungsebene, machte der Politiker den Pädagogen wenig Hoffnung auf eine Lösung in ihrem Sinne.