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Verkehrsplan für Stuhr gefordert CDU und Grüne machen sich für Mobilitätskonzept stark

Von Dirk Hamm | 07.11.2016, 18:47 Uhr

CDU und Bündnis 90/Die Grünen bündeln zu Beginn der neuen Ratsperiode in Stuhr die Kräfte, um gemeinsame Lösungen für die zunehmende Verkehrsbelastung in der Gemeinde zu finden.

In einem gemeinsamen Antrag fordern beide Fraktionen die Erstellung eines nachhaltigen, ganzheitlichen und wirtschaftlich ragbaren Mobilitätskonzepts für die Stuhr. Die Fraktionschefs Frank Schröder (CDU) und Kristine Helmerichs (Grüne), die den Antrag am Montag vorgestellt haben, streben mit dem Vorstoß an, dass der jüngst konstituierte Rat die Verwaltung damit beauftragt, eine Reihe von Ideen zu prüfen und in ein gut abgestimmtes Konzept zu gießen.

Verzögerungen bei zwei großen Verkehrsvorhaben

Die Dringlichkeit eines solchen Konzepts sehen beide Akteure vor dem Hintergrund von nach eigenen Angaben täglich 10500 Ein- und 9800 Auspendlern. Bei zwei Großvorhaben, die Entlastung bringen sollen, sind empfindliche Verzögerungen einzukalkulieren: Aufgrund eines überraschenden Gerichtsurteils steht die Planung für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 8 von Huchting über Stuhr bis nach Weyhe in Frage.

Kommende Großbaustelle in Kattenturm wirkt sich auch auf Stuhr aus

Und bei den Planungen für den Bau der B6 neu komme der Partner Bremen nicht voran, bemängeln Schröder und Helmerichs unisono. Eine zusätzliche Verschärfung der Verkehrssituation in Stuhr wird außerdem im Zuge des Lückenschlusses der A281 in Bremen erwartet, der Verkehrsknotenpunkt in Kattenturm wird voraussichtlich ab 2017 für rund vier Jahre zur Großbaustelle. Die beiden Fraktionschefs rechnen dadurch mit noch mehr Stress für die Pendler.

Öffentlicher Nahverkehr soll attraktiver werden

In ihrem gemeinsamen Antrag regen CDU und Grüne unter anderem an, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu machen, indem die Taktzeiten im Linienbusverkehr auf 30 Minuten verkürzt und Ampelschaltungen so umgerüstet werden, dass Busse freie Fahrt erhalten. Weiterhin findet sich im Antrag der Vorschlag wieder, die Radwegeverbindungen von Stuhr nach Bremen zu verbessern und mögliche Carsharing-Modelle zu prüfen.

„Der innerörtliche Verkehr in Stuhr muss flüssiger gemacht werden“, ist Schröder überzeugt. Dazu sei eine „konzeptionelle Sicht der Dinge“ vonnöten, statt nur Einzelmaßnahmen zu diskutieren, pflichtet Helmerichs dem bei.