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Vermehrt Vandalismus in Stuhr Scheiben von 16 Haltestellen seit Januar zerstört

Von Dirk Hamm | 24.06.2015, 19:55 Uhr

Die Polizei beschäftigt derzeit eine Zunahme von Vandalismusdelikten in Stuhr und Umgebung. Mutmaßlich ist eine mobile Bande am Werk.

Die Zahl der Fälle von Vandalismus an Bushaltestellen hat in Stuhr in diesem Jahr erheblich zugenommen, wie die Gemeinde Stuhr mitgeteilt hat. Nach Angaben von Hartmut Martens, Fachbereichsleiter für Verkehr, Ordnung und Soziales, sind allein im Zeitraum von Ende April bis Mitte Juni 46 Glasscheiben von Wartehäuschen in fünf Ortsteilen zerstört worden. Am stärksten betroffen von der Zerstörungswut der unbekannten Täter sei der Ortsteil Varrel. Generell, so Martens, seien Sachbeschädigungen an Haltestellen in den Ferien- und Urlaubszeiten in den vergangenen Jahren immer wieder vorgekommen, ansonsten aber nur sehr selten zu registrieren.

Täter meist am Wochenende aktiv

Nach den Erkenntnissen der Polizei fügen sich die jüngsten Fälle in ein größeres Gesamtbild ein. Der Weyher Polizeichef Johann-Dieter Oldenburg hat die Vorkommnisse im Raum zwischen Ganderkesee und Hoya auswerten lassen. Das Ergebnis: 53 Vandalismusdelikte seit Jahresbeginn, davon 16 in Stuhr. Der Fachmann erkennt ein einheitliches Muster hinter dem Vorgehen der Täter: „Die Taten sind entlang einer Achse von Hoya bis nach Delmenhorst an den Hauptstraßen begangen worden. Die Zerstörungen passieren meist am Wochenende und immer an mehreren Stellen pro Nacht.“

Sachschaden summiert sich bereits auf rund 20000 Euro

Der Polizeichef vermutet, dass eine kleine Bande ihr Unwesen treibt, die mit einem Auto unterwegs ist und blitzschnell vorgeht. Unerlässlich für die Ermittlungsarbeit der Polizei sei die Mithilfe der Bevölkerung. Oldenburgs Appell an die Bürger: „Wenn Sie etwas Verdächtiges gehört haben, rufen Sie sofort an. Dann haben wir durch Fahndungsmaßnahmen vielleicht die Chance, auf die Täter zu treffen.“ Die Polizei Weyhe ist unter Telefon (0421)80660 zu erreichen.

Die Zerstörungen an den Haltestellen verursachen der Gemeinde laut Hartmut Martens erhebliche Kosten. Allein in diesem Jahr betrage der Schaden bislang rund 20000 Euro. Die zertrümmerten Scheiben sollen nach den Sommerferien ersetzt werden.