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Verstärkung und mehr Platz „Spatzennest“ wird erste Großtagespflege in Stuhr

Von Sonia Voigt | 07.01.2018, 10:45 Uhr

Mit viel Musik und natürlichen Spielmaterialien erwartet die erste Stuhrer Großtagespflege Kinder ab zwei Jahren. Die Zahl der im „Spatzennest“ betreuten Kinder verdoppelt sich.

Mit personeller Verstärkung und einem zusätzlichen Raum wächst das „Spatzennest“ in Stuhr zur ersten Kinder-Großtagespflege in der Gemeinde heran. Wo Waldorfkindergärtnerin Heike Reckeweg bisher fünf Kinder vormittags betreut, ist ab August Platz für weitere fünf Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schuleintritt. Bei einem Tag der offenen Tür am Samstag haben die Erzieherin und Claudia Nier, gelernte Kinderkrankenschwester und derzeit in der Qualifizierung zur Tagesmutter, ihr Angebot einem guten Dutzend Kindern und ihren Eltern vorgestellt.

Zusammenarbeit mit Musikschule

„Wir kennen uns über 30 Jahre und verwirklichen uns jetzt einen Traum“, sagt Nier. Zum Konzept gehört die Konzentration auf natürliche Spielmaterialien und selbst hergestellte Dinge nach dem Vorbild der Waldorfpädagogik sowie eine große Portion Musik. Die von Heike Reckewegs Mann geleitete Musikschule im selben Gebäude an der Holländer Straße 14 erleichtert das. „Ich selbst begleite den Morgenkreis auf der Gitarre“, erklärt Heike Reckeweg, „es spielt schon mal eine Geigenlehrerin vor oder wir dürfen dem Klavierstimmer über die Schulter gucken.“

Vertretungskraft springt bei Bedarf ein

Eine Besonderheit der vom Landkreis anerkannten Großtagespflegestelle ist zudem, dass regelmäßig eine Vertretungskraft ins „Spatzennest“ kommt, die einspringen kann, wenn eine Tagesmutter ausfällt. Die Kosten seien dieselben wie für einen Kindergartenplatz in Stuhr, ergänzt Reckeweg. Ina Geringer und ihre zweijährige Tochter Darja waren jedenfalls gleich überzeugt, nicht erst beim Tag der offenen Tür. „Mein Sohn hat die Musikschule besucht und ich fand es sehr nett hier“, lobt Geringer.