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Warnstreiks bei IKEA Beschäftigte machen Druck im Tarifstreit

Von Dirk Hamm | 07.06.2015, 21:21 Uhr

Mit Warnstreikaktionen bei IKEA in Brinkum-Nord haben Beschäftigte im Einzelhandel in den vergangenen Tagen den Forderungen der Gewerkschaft ver.di nach Verbesserungen bei Löhnen, Gehältern und Ausbildungsvergütungen Nachdruck verliehen.

Rund 30 Mitarbeiter legten am Samstag die Arbeit nieder und postierten sich mit einer Mahnwache vor dem Möbelhaus. Bereits am Donnerstag war der IKEA-Parkplatz Ort einer Versammlung von rund 200 Warnstreikenden aus den Möbelhäusern in Brinkum, Großburgwedel und Braunschweig sowie mehreren Real-Märkten der Region.

Laut der örtlichen Gewerkschaftssekretärin Sandra Schmidt geht es darum, politischen Druck aufzubauen, damit der Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt wird. „Es wird immer mehr Tarifflucht begangen, auch große Konzerne verabschieden sich aus der Tarifbindung“, sagte Schmidt. Zwar sei dies bei IKEA und Real noch nicht der Fall, aber beide Unternehmen sollten dazu bewegt werden, Druck auf andere Arbeitgeber in dieser Frage auszuüben. „Und selbst die Beschäftigten, die tarifgebunden sind, haben kaum die Möglichkeit, Altersvorsorge zu betreiben“, gab die Gewerkschafterin zu bedenken.