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Wegen schlechten Wetters Badegäste meiden die Stuhrer Baggerseen

Von Dirk Hamm | 06.07.2016, 20:34 Uhr

Das wenig sommerliche Wetter der vergangenen Wochen verhagelt Campingplatz- und Gastronomiebetreibern an den Stuhrer Baggerseen die Laune. Denn die Badegäste machen angesichts der fehlenden Sonne und der Regengüsse derzeit einen Bogen um den Steller See und den Silbersee.

„Das ist wirklich ein Schlag ins Wasser“, sagt Helge de Buhr, der den Familienpark am Steller See seit 20 Jahren betreibt. Und Wanda Born, Pächterin des Imbisses und Restaurants „Seestübchen“ auf dem Badegelände, kommentiert die Flaute kurz und bündig: „Fürchterlich.“

Dabei hat sich die Saison nach Angaben von de Buhr im Frühjahr gut angelassen, als zahlreiche Tagesgäste aus Skandinavien und Holland auf der Durchreise nach Süden auf dem Campingplatz übernachteten.

Rückgang auch bei den Dauercampern

Ausgerechnet mit Beginn der Sommerferien wendete sich das Blatt, so de Buhr: „Wir haben so gut wie keine Badegäste hier.“ So wettergebeutelt wie im bisherigen Sommer sei er noch nie gewesen. Auch bei den Dauercampern sei ein Rückgang zu verzeichnen, vor allem bei Familien mit Kindern, die kurz entschlossen den Urlaub in südlichen Gefilden vorzögen: „Wir haben sonst viel mehr Kinder auf dem Platz. Es ist auffallend ruhig hier.“

Schlechtes Wetter am Eisumsatz abzulesen

Gar einen unerfreulichen Trend hat Wanda Born ausgemacht: „Die Sommer werden von Jahr zu Jahr schlechter. Das kann ich am Eisumsatz ablesen, der ist kontinuierlich zurückgegangen.“ Sie versuche, sich durch die umsatzschwache Zeit bei den Badegästen „durchzumogeln“. Das gelinge ihr dank des Restaurantbetriebs im „Seestübchen“: „Unser À-la-carte-Essen wird gut angenommen, auch von Gästen aus der Umgebung.“

Auch am Silbersee geht es ruhiger zu

Auch am Silbersee bleiben angesichts der mangelnden Sonne die Badegäste aus, hat Campingplatz-Betreiber Herbert Legenhausen beobachtet. Ihn selbst trifft das jedoch nicht ganz so hart, denn sein Geschäft sind die Dauercamper. Und die seien „fast wetterunabhängig“.