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Wegen Staus auf der A1 Autohof am Dreieck Stuhr erwartet auch 2019 Einbußen

Von Dirk Hamm | 08.01.2019, 07:18 Uhr

Die Staus auf der A1 haben dem Autohof am Dreieck Stuhr viele Kunden gekostet. Das Problem bleibt wohl auch 2019 bestehen. Auch das Transportgewerbe bewertet die Aussichten skeptisch.

Wenn erst einmal die Großbaustelle der A1 auf Stuhrer Gebiet verschwindet, wird alles besser – diese Hoffnung haben Volker Robens und Jan Klusmeyer begraben. Sowohl der Betreiber des Shell-Autohofes am Dreieck Stuhr als auch der Geschäftsführer der Spedition Joh. Klusmeyer u. Sohn in Groß Mackenstedt rechnen weiterhin mit Einbußen durch anhaltende Staus auf dem im vergangenen Jahr besonders unfallträchtigen Autobahnabschnitt.

Baustellen-Problem nur verschoben

„Die Baustelle verschiebt sich ja nur nach Norden“, gibt Volker Robens, der den Autohof seit 2015 betreibt, mit Blick auf die in diesem Jahr andauernden Bauarbeiten an der Ochtumbrücke zu bedenken. Das Problem der sich bildenden Lkw-Rückstaus bleibe so bestehen. Viele durchreisende Autofahrer, die gerne den Autohof ansteuern würden, fänden so an der Abfahrt keine Lücke.

Auch für Spediteur kein Grund zum Aufatmen

Bereits im Sommer hatte Robens Umsatzeinbußen von rund 20 Prozent beklagt. Daran habe sich bis Jahresende kaum etwas geändert, berichtete er jetzt auf Nachfrage. Der Kundenrückgang mache sich vor allem im Restaurant weiterhin bemerkbar, an der Tankstelle laufe es jetzt „etwas besser“.

Auch gut zwei Kilometer weiter südlich an der Harpstedter Straße, wo die Spedition Joh. Klusmeyer u. Sohn ansässig ist, ist von Aufatmen anlässlich des Rückbaus der Autobahnbaustelle in der Nähe keine Rede. „Das Problem ist nur verschoben durch die verspätete Baumaßnahme an der Ochtumbrücke. Dadurch bleibt das Nadelöhr bei Brinkum bestehen“, so die Einschätzung von Firmenchef Jan Klusmeyer.

Keine Einbußen im Ochtum-Park

Ärgerlich ist für ihn, wenn seine Fahrer wieder einmal im Stau feststecken: „Der zeitliche Aufwand ist für uns entsprechend höher. Wir planen eine Stunde mehr ein.“ Ist die A1 nach einem schweren Unfall stundenlang gesperrt, sei der Tag für die Spedition gelaufen. „Das schlägt sich in höheren Lohnkosten nieder“, betonte Klusmeyer.

Im Ochtum-Park in Brinkum-Nord hat die Dauerbaustelle hingegen nicht zu Umsatzeinbußen geführt. Zu diesem Schluss kommt Miteigentümer Rolf Müllmann angesichts von Rückmeldungen der Outlet-Stores: „Die Zahlen sind mindestens gleich geblieben.“